Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Zwischen Angst und Angst gefangen

Der Druck auf die Kanzlerin steigt. Sie wird von immer mehr Staatslenkern gedrängt, ihren sogenannten Sparkurs zu lockern. Dabei hat der Bundestag gestern mit den Stimmen der Koalition einen Nachtragshaushalt verabschiedet, der die Neuverschuldung um sechs Milliarden auf 32,1 Milliarden anwachsen lässt. Geleitet wird die heutige Politik von der Angst Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen und trotzdem dabei so viel Geld zu werfen, damit es wenigsten im Fallen wie ein Boden aussieht. Das Ziel ist es, die Finanzmärkte zu beruhigen. Dabei geht es nicht um eine unbestimmbare Anzahl von Kleinanlegern und Sparern, sondern um ein überschaubares Häufchen von Banken und Fonds, die den Staaten das Geld leihen sollen, das sie selber zur Rettung ihrer Branche erhalten haben. Dass aber dieser Zirkelschluss unseriös wirkt, liegt auf der Hand. Auch hierin liegt der Grund für die mangelnde Unterstützung der Bevölkerung in den Euro-Staaten. Die Angst vor dem Untergang der westlichen Welt liegt in der anderen Waagschale. Und diese wiegt scheinbar schwerer. Nun soll also auch die Bankenunion her. Die guten Banken, sollen für die schlechten Banken haften, so wie die vermeintlich solide aufgestellten Staaten Europas für die durch die Bankenrettung in die Schieflage geratenen Staaten haften sollen (Euro-Bonds). Über die echte Neustrukturierung des Bankensektors, wie die Zerschlagung systemrelevanter Banken und die Aufspaltung in Geschäftsbanken und Zockerbuden wird nicht gesprochen. Auch an der Art und Weise, wie Geld entsteht und in Umlauf gebracht wird, wird nicht gerüttelt, obwohl es zum jetzigen System Alternativen gibt. Die Chancen, die sich auf dem Höhepunkt der Bankenkrise 2008 auftaten, wurden verpasst. Auch eine Aushebelung der immer beschworenen Kreditklemme durch Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau wird nicht umgesetzt. Da wirkt es zynisch, wenn trotz steigender Refinanzierungskosten in Spanien und Italien, aber demnächst auch in Deutschland, über eine Rückführung der Verschuldung fabuliert wird. Die Börsen, allen voran die Wall Street, steigen trotz schlechter US-Wirtschaftsdaten und spekulieren auf einen Verbleib Griechenlands im Euroraum. Da ist es nur noch eine Randnotiz wert, dass das OPEC-Treffen keine Veränderungen bei den Förderquoten gebracht hat. Die Ölnotierungen behaupteten sich und schlossen am Ende des Handelstages etwas fester als zu Beginn ab.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China strotzt mit starken Wirtschaftsdaten
China importiert so viel Öl wie nie zuvor
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Anschlag auf irakische Öleinrichtungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise bleiben im Abwärtstrend. Sie fallen leicht. Der Druck von den Ölbörsen reicht nicht aus, um die Verluste des Dollars wettzumachen. Der Euro profitiert von den positiven Spekulationen bezüglich Griechenlands. Die Griechenlandfrage bietet Raum für Spekulationen. Geht die Wahl am Sonntag glimpflich ab, könnte der Euro weiter profitieren. Gerät die Wahl zu einem Desaster, steigen die Kosten für Öl aufgrund des schlechteren Wechselkurses und der Heizölpreis steigt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Prüfen Sie doch mal, ob eine Hybridheizung etwas für Sie und Ihr Portemonnaie ist. Diese hier arbeitet mit Sonne und Öl.

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