Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Zwischen Pumpen und Platzen

Sie wissen nicht, auf was sie setzen sollen. Wünsche treiben Finanzjongleure nach wie vor zu bullischen Aktionen mit Ölpapieren. Wenn der Markt es hergebe, würden sie die Preisblase umgehend wieder aufpumpen. Der Markt braucht aber nicht soviel Öl, wie er derzeit bekommen kann. Diese lange bekannte Erkenntnis wirkte in letzter Zeit angsteinflößend. Die Preisblase ließ Dampf ab. Von Platzen zu sprechen, ist noch unangemessen. Das Wort Korrektur beschreibt die Lage besser. Platzen bleibt aber eine Option. Gegen die wehrt sich die Finanzszene, indem sie mit Hilfe einiger unbedeutender Nachrichten aus dem Ölmarkt das Zentrum für Versorgungsängste in den Kleinhirnen der Akteure zu erreichen sucht. Die Großhirne nehmen indes eine schwache Nachfrage wahr. Zudem hören sie, dass der Iran bis 2017 als Öllieferant den Rang von Saudi Arabien erreichen will. Dazu muss die Förderung verfünffacht werden. Kaum zu glauben, sagt der Bulle. Die schwache Nachfrage muss er allerdings als Tatsache anerkennen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC wird Liefermengen nicht steigern

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Euro unter Druck
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise legen ein wenig zu. Sie folgen dabei keinem Trend. Einen solchen haben momentan weder der Öl- noch der Devisenkomplex zu bieten. Die Finanzakteure suchen ihre Positionen zum Markt. Dass diese langfristig bullisch sein werden, gilt als sicher. Kurzfristig kann dennoch alles passieren, sogar ein weiterer Abstieg der Ölpreise. Wir lassen uns derzeit auf keine Preisprognose ein. Nur eines wissen wir ganz sicher. Es ist mehr denn je angebracht, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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