Ölpreise weiter im Takt der Aktienmärkte
Am Freitag resümierten die Marktteilnehmer die vergangene Woche als nicht erfreulich. Wieder einmal förderten die neuen Daten über die US-Bestandsdaten keine höhere Nachfrage zu Tage. Die Lager sind auf Rekordniveau voll. Zusätzlich wurden auch andere Wirtschaftsindikatoren an den Aktienmärkten negativ gehandelt. Die wirtschaftlichen Aussichten für den öldominierten US-Markt sind negativ. Allein der Dollar hält dagegen. Als vermeintlich sicherer Hafen profitiert er von der Schwäche der Aktien- und Rohstoffbörsen. Aber auch der Devisenmarkt hat den Dollar im Gegensatz zum Yen oder zum Euro wiederentdeckt. Insbesondere die Äußerung von Bundesbankchef Weber über die unverändert lockere Geldpolitik schwächte den Euro. Der Ölpreis fällt wieder Richtung unteres Ende des Seitwärtstrends. Diese Woche stehen erneut Schätzungen über das US-Bruttoinlandsprodukt und die Auftragslage für langlebige Wirtschaftsgüter an. Diese werden neue Impulse setzen. Wenn sie negativ ausfallen und der Euro nicht zu viel an Boden verliert, können die Heizölpreise weiter fallen.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
- FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld
- Spekulation auf harte Hurrikansaison
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
- Hohe US-Lagerbestände
- Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
- OPEC liefert zuviel Öl
- Sorge um Staatsverschuldungen
Unsere Heizölpreise sind gefallen. Sie folgen dem Weltmarkt und sind wie der Ölpreis vom Aktienmarkt abhängig. Nahe dem unteren Ende des Seitwärtstrends besteht immer die Gefahr, dass die Heizölpreise wieder ansteigen. Der Wirtschaftspessimismus ist aber gerade so ausgeprägt, dass er für tiefere Ölpreise sorgen könnte. Für tiefere Heizölpreise muss dann nur noch der Euro wieder an Stärke gewinnen. Heute Morgen bleibt der Ölpreis stabil mit leichtem Hang nach oben. Der Dollar bewegt sich kaum. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.
- 23. August 2010
Leser-Kommentare
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schrieb am Montag, 23. August 2010 - 10:20 Uhr:
Der Versuch der Spekulanten, mittels einer Formulierung 'Seitwärtstrend' einen neuen, hohen Preisboden zu etablieren, wird nun schnell zusammen brechen. Oelpreise ueber 70 Dollar am Weltmarkt sind immer noch extrem teuer und korrigieren auf halben derzeitigen Preislevel..