Die Sorge über einen Double Dip
Am Freitag war die Stimmung wieder einmal gut – in Deutschland. In den USA hingegen wächst die Angst vor einem sog. Double Dip. Er liegt vor, wenn die Wirtschaft ein zweites Mal „abtaucht“. Besonders große Angst hat man, wenn die Wirtschaft sich noch nicht von dem ersten Tauchgang erholt hat. Aktuell wurden schlechtere US-Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht und das Verbrauchervertrauen ist nur im erwarteten Maße gestiegen. Die Verwunderung über die Arbeitsmarktzahlen kann ihrerseits nur verwundern. Bereits letzte Woche hatten wir aufgezeigt, dass ein Vorkrisen-Niveau erst in Jahren erreicht werden wird. Die Ölmärkte ihrerseits sind nach wie vor überversorgt. Solange das so ist, dominieren Aktien- und Devisenmärkte die Stimmung am Ölmarkt. Zum Nachteil des deutschen Verbrauchers kommt aufgrund einer verpatzten italienischen Anleihe-Auktion das europäische Schuldenproblem bzw. die Euro-Schieflage wieder auf die Tagesordnung. Der Dollar erholt sich in den letzten sieben Tagen, während der Ölpreis verliert. Dieses Spiel ist altbekannt und vermindert die Chancen auf fallende Heizölpreise.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld
Spekulation auf harte Hurrikansaison
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten
Sorge um die Weltwirtschaft
Hohe US-Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Unsere Heizölpreise haben in der letzten Woche ordentlich nachgegeben. An das Tief vom Juli sind sie noch nicht wieder ran gekommen. Heute Morgen halten sie sich etwas stabiler als am Freitagabend. Aus finanztechnischen Gründen ist eine Gegenreaktion nach oben zu erwarten. Fundamental wird sich nicht viel ändern. Gemessen an den Heizölpreisen der letzten Wochen halten wir den aktuellen Heizölpreis für einen günstigen Heizölpreis. Kurzfristig liegt die Gefahr der Gegenreaktion in der Luft. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.
- 16. August 2010
Leser-Kommentare
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schrieb am Montag, 16. August 2010 - 12:32 Uhr:
Hallo,
wo haben denn die Heizölpreise in der letzten Woche ordentlich nachgegeben? Genau so verstehe ich nicht, warum eine Gegenreaktion nach oben zu erwarten sei. Bitte Begründungen liefern.
Meiner Meinung nach stehen wir kurz vor einer Entscheidung, wie es mit dem Heizölpreis weiter geht. Tendeziell würde ich sagen, es geht in Kürze richtig bergab mit dem Heizölpreis. Die o..g. preisdrückenden Einflüsse sind ja auch nicht ohne!
Ich rate also abwarten und in ein paar Wochen erst Öl zu kaufen, bei deutlich niedrigeren Preisen als heute.
Viele Grüße -
schrieb am Montag, 16. August 2010 - 12:44 Uhr:
@Ich,
auf unserer Chartseite können Sie z.B. in der Region Nord
http://www.esyoil.com/heizoelpreise_nord_3_chart.p..._chart.php
mit der Maus über den Chart wandern. Es werden Ihnen dann Preise und Datum angezeigt. So können Sie den Preisabfall der letzten Woche gut nachvollziehen.
Viele Grüße
Ihr esyoil-Team -
schrieb am Montag, 16. August 2010 - 16:37 Uhr:
Sehr geehrter Herr Harlapp,
der User "Ich" hat vollkommen Recht mit dieser Aussage!
Für mich grenzt Ihr Artikel an Bauernfängerei und soll nur zum Kauf anregen, wenn behauptet wird, der Ölpreis hätte in der letzten Woche ordentlich nachgegeben.
Der "Preisverfall" betrug in der Woche v. 6.8. - 13.8. genau 92 Cent pro 100 Liter!
Das ist für Sie ordentlich?
Das macht bei der Beispielrechnung von 3000 l Abnahme, gerade einmal 27,60 Euro aus.
Viele Grüße,
Heizölpower -
schrieb am Montag, 16. August 2010 - 18:17 Uhr:
@Heizölpower,
es liegt uns völlig fern, unsere Nutzer als Bauern zu bezeichnen, obwohl an der Bezeichnung als solcher nichts Negatives anzumerken ist. Dennoch wäre es sehr kurzsichtig von uns, wenn wir versuchten, sie hinter's Licht zu führen. Gemeint ist der Abgang seit dem 04.08.2010, also seit dem letzten Hoch. Das ist natürlich ein längerer Zeitraum, aber die Kernaussage wird dadurch nicht verändert, denn hieran gemessen beträgt die Einsparung mehr als 2 Euro pro 100 Liter.
Viele Grüße
Ihr esyoil-Team -
schrieb am Montag, 16. August 2010 - 18:28 Uhr:
iiiiiiiiiiiiiiii...
was ist das glitschig hier.
Lauter Oelflecken, und in der Ecke steht einer und heult.
Es ist der Heizoelpreis, einsam und alleine von allen seinen Preiskammeraden verlassen.
Egal welche Sorte, Indikationen der Börsen,
sind alle Preise 10% runter.
Aber egal, ob Lange Leine oder kurze,
wenn irgend ein Gerücht auftaucht wird wieder
heftigst gezogen. Ein Gerücht reicht, es braucht
keine Wahrheit um den Preis durchs Dorf zu jagen.
Das einzige was Hilft, das Halsband abnehmen. -
schrieb am Dienstag, 17. August 2010 - 10:11 Uhr:
Heizölpreis hoch oder runter hängt einzig und allein an der Börsenentwicklung. Nennenswerte Abwärtsbewegung gibt es, wenn im September die grosse Panik ausbricht, weil September ist und im Herbst US- Kongreßwahlen anstehen. Gibts keine Panik, bleibt auch der Ölpreis oben bzw. entwickelt sich dank drohender Heizsaison nach oben. Wer zocken will (kann), sollte auf einen milden Winter und fallende Börsen setzen.Mit Letzterem rechne ich aber ab November nicht mehr. ERGO - wenn der Hahn kräht auf dem Mist, fällt der Preis oder er fällt nicht!