HEIZÖL: Benzin macht Öl teurer
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Ein neuer Aufwärtstrend bahnt sich an. Zu den politischen Störungen, die eher wechselhafte Preisbewegungen verursachen, kommt nun die US-Benzinproblematik hinzu. Sie hat das Potential, langfristige Auftriebsimpulse zu liefern. Ursächlich sind die knappen Raffineriekapazitäten, die wegen der aktuell guten Vorräte seit geraumer Zeit verdrängt wurden, und Änderungen der US-Benzinspezifikationen, die ein großes Problem für die Versorgungskette darstellen. Der gestrige Preisschub wurde maßgeblich durch Ausfälle an der US-Raffinerie St. Croix ausgelöst. Sie gehört zu den größten Anlagen der Welt. Der Dollar verlor nach schlechten Konjunktur- und Handelsbilanzdaten an Wert. Die Wahrscheinlichkeit für einen Abwärtstrend wächst.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge um US-Benzinversorgung Raffineriekapazitäten knapp Atomstreit mit dem Iran schürt Unsicherheit Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte erheblich Sorge vor weiteren Anschlägen in der Golfregion Venezuela droht USA mit Lieferstopp
preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC produziert über Nachfrage Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben Schwache Nachfrage in den USA Vorräte gut Bush will alternative Kraft- und Brennstoffe
Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie werden u.a. von Zweifeln an den weltweiten Raffineriekapazitäten getrieben. Es deutet sich an, dass der moderate Aufwärtstrend weiter gehen wird. Aktuell sieht es sogar nach einer Beschleunigung des Trends aus. Die Spekulation auf deutlich tiefere Preise scheint aussichtslos zu sein. Selbst für den kurzfristigen Zeitbereich, der in den letzten Wochen immer wieder freundliche Gelegenheiten präsentierte, sind die Aussichten momentan schlecht.
15.03.06
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