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HEIZÖL: Der Sturm kommt, die Preise steigen
Erste Ölplattformen im Golf von Mexiko evakuiert.
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Gestern wurden alle Entspannungstendenzen weggeblasen. Mit dem ersten Tropensturm im Golf von Mexiko steigen die Preise. Sie werden in erster Linie durch die Erinnerung an den Produktionsausfall von 43 Mio. Barrel durch den Hurrikan Ivan im letzten Jahr getrieben. Der aktuelle Sturm Arlene wird sich wahrscheinlich nicht zu einem Hurrikan entwickeln. Dennoch beginnen die großen Produzenten mit der Evakuierung der Bohrplattformen. Ein Treffen von EU-Vertretern mit dem OPEC Präsidenten Al Sabah in Brüssel brachte lediglich die Bestätigung, dass die Preise wahrscheinlich weiter steigen werden.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Tropensturm im Golf von Mexiko
Raffineriekapazitäten knapp
Sorge über Heizöl- und Dieselengpässe im vierten Quartal
China will strategische Reserven aufbauen
US-Markt hat sich an hohe Preise gewöhnt
Dollar im Aufwärtstrend
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
OPEC will Liefererhöhung diskutieren
Hohe US-Rohölvorräte
Hohe Vorräte der OECD-Länder
OPEC pumpt knapp 30 Mio. Barrel pro Tag
Unsere Heizölpreise stehen an der Schwelle zu einem Rekordhoch. Diesen Satz werden wir wahrscheinlich über mehrere Monate verwenden müssen. Sowohl aus dem Ölmarkt als auch aus dem Dollarkurs sind langfristige Auftriebstendenzen zu erwarten. Dass die Heizölpreise zwischen 1980 und 1984 inflationsbereinigt noch teurer waren als heute, wird Verbraucher kaum trösten. Bei allem Ärger über die Entwicklung sollte man kühl entscheiden, d.h. nach unserer Ansicht, einen Kauf aus der Not eines leeren Tanks unter allen Umständen zu vermeiden. Sollte dieser in den nächsten Monaten drohen, kaufen Sie lieber jetzt einen halben Jahresvorrat.
von Klaus Bergmann
10.06.05
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