"Bei der Frage, wieviel Energie Sie in Energie investieren sollten, können wir Ihnen helfen!" Heutiger Kommentar von Heiko Harlapp, Geschäftsführer

News: International & National

HEIZÖL: G7 und europäischer Rettungsplan

Märkte reagieren beruhigt und warten ab.


++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++

Am Wochenende haben sich die Finanzchefs der G7 (sieben der größten westlichen Industrienationen) und auch die Regierungschefs Europas getroffen und eine gemeinsame Strategie erarbeitet. Beim G7-Treffen wurde noch sehr wage von einer Rettungsabsicht gesprochen. Die europäischen Regierungschefs haben dann doch noch Nägel mit Köpfen gemacht und eine europaeinheitliche Vorgehensweise verabredet. Diese sieht staatliche Garantien für Geschäfte zwischen den Banken, den Aufkauf von Risikoanlagen, eine Rekapitalisierung von Banken (Teilverstaatlichung) und eine Änderung der Rechnungslegungsvorschriften vor. Deutschland wird versuchen, die nötigen Gesetze in dieser Woche zu verabschieden. Dies soll eine weitere Belastung von der realen Wirtschaft verhindern. Der Ölmarkt honoriert diese Bemühung mit einer abwartenden Haltung. Eigene Einflüsse kann die Ölwelt nicht auf die Preisbildung durchsetzen. Es bleibt die zumindest indirekte Belastung der Wirtschaft durch sich verschuldende Staaten, sodass mit einer daniederliegenden Wirtschaft auch der Ölverbrauch sinken wird und demnach die Ölpreise weiter fallen könnten. Der Dollar ist gegenüber dem Euro wieder gefallen. Aber auch hier sind aussagekräftige Meldungen neben der Finanzkrise nicht auszumachen.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Finanzkrise
US-Bestandsdaten
Weltweite Finanzkrise
Sinkende Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise haben am Wochenende einen niedrigen Stand gehabt. Wie sich die Woche weiter entwickeln wird, hängt vom Geschehen an den Aktienbörsen ab. Die erreichten Preise gelten allgemein als günstig. Sie liegen wegen der weiterhin hohen Inlandsnachfrage immer noch über dem Weltmarktniveau. Kunden müssen darauf achten, dass die Lieferzeiten sehr lang sind. Wer laufend über die Preisentwicklung informiert sein möchte, ohne das Internet zu konsultieren, sei auf unseren Email-Dienst Preisalarm verwiesen.

von Heiko Harlapp
13.10.08 Drucken

 

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Alle Kommentare:

Dr. W. schrieb am Montag, 13. Oktober 2008 - 21:11 Uhr "Kunden müssen darauf achten, dass die Lieferzeiten sehr lang sind. "

Ich habe heute bestellt bei einem regionalen Anbieter. Wenn ich gewollt hätte, so würde ich noch diese Woche das Öl nach Hause geliefert bekommen!

Sicher kann noch etwas am Preis gehen, wenn überhaupt, dann aber nicht mehr viel. Wenn die Wirtschaft schwächelt und nicht mehr so viel Öl braucht wie angenommen, dann wird eben der Ölhahn etwas zugedreht ...

misterdata schrieb am Montag, 13. Oktober 2008 - 11:30 Uhr Es bleibt nur zu hoffen, dass es Herr Steinbrück diesmal besser macht als bei der Konservierung der kläglich untergegangenen "Staats"-Bank IKB.

Wenn man den damaligen Pressemitteilungen glauben mag, hat Herr Steinbrück dort etwa 11 Milliarden Euro Steuergelder vernichtet. Nur um dieses traurige Exempel von Staatswirtschaft anschließend für 0,1 Milliarden Euro an LoneStar zu verramschen.

Wie nannte Herr Müntefering noch vor einigen Jahren Gesellschaften wie LoneStar? War da nicht etwas mit Insekten?

 
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