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HEIZÖL: Gibt es einen Trend?


Die starken Gewinne des Vortags wurden gestern weitgehend wieder abgegeben. Der Dollar festigt seinen Aufwärtstrend. Unsere Heizölpreise werden momentan stärker vom Dollar als vom Rohölpreis getrieben.

Einen Tag nach der Veröffentlichung der US-Bestandszahlen sind die Quellen für marktrelevante Nachrichten bereits wieder ausgetrocknet. Der Markt leidet weiterhin unter einem Mangel an Klarheit über die allgemeine Lage der Ölversorgung. Das lässt die Preise scheinbar wahrlose Bewegungen ausführen. Sie werden derzeit hauptsächlich von charttechnischen Motiven angetrieben.

Eine gestern Nachmittag einsetzende Verkaufswelle verstärkte sich im Handelsverlauf und ließ die Rohölnotierungen um rund einen Dollar fallen. Der Chart zeigt immer noch eine Formation, in der die Wahrscheinlichkeit für steigende Preise geringfügig höher zum Ausdruck kommt als der umgekehrte Fall. Die kräftigen sich fast neutralisierenden Kursbewegungen sind Ausdruck für die Unsicherheit, die im Markt steckt.

Fundamental findet diese Unsicherheit ihr Spiegelbild in den Vorgängen im Irak. Die USA versuchen die Märkte laufend mit Jubelmeldungen zu bewegen. Gestern hieß es, dass die Juli-Produktion besser verlaufen wird als erwartet. Als Vorhersage wurde die Zahl 1,8 Mio. Barrel pro Tag genannt. Ihr lägen hauptsächlich gute Fortschritte in den Ölfeldern um Basra zu Grunde. Sabotage und Bombenanschläge blieben angeblich ohne schwerwiegende Folgen für die Ölindustrie. Der vorläufige irakische Ölminister verkündete fast zeitgleich, dass er die Juli-Produktion bei rund 1,3 Mio. Barrel pro Tag sieht.

Unabhängig von der Ölwelt scheint sich die allgemeine Stimmung an den Aktien- und Devisenmärkten weiter zu verbessern. Ihren deutlichen Ausdruck findet dies in der Entwicklung des Dollarkurses zum Euro. Der entwickelt seit dem 16. Juni einen klaren Aufwärtstrend.

Heute Morgen setzt der Gasölpreis seinen Rückgang fort. Mit 229$ pro Tonne liegt geringfügig unter der gestrigen Schlussnotierung.

Unsere Heizölpreise bleiben zunächst unbewegt. Die jüngsten Preiskapriolen des Weltmarktes werden vom Dollarkurs so gut wie vollständig neutralisiert. Dennoch hat der Dollar seit dem 19. Juni seinen steigenden Einfluss auf unsere Heizölpreise übertragen können. Sie sind in diesem Zeitraum um rund 3% gestiegen. Ihr sehr gutes Niveau mit der Nähe zum 12-Monats-Tief hat dieser Anstieg noch nicht beeinträchtigt. Daher bleiben wir bei unserer uneingeschränkten Kaufempfehlung.

27.06.03

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