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HEIZÖL: Heizöl: Anschläge auf Pipeline
Starker Dollar lässt Inlandspreise steigen.
Der Ölpreis fuhr gestern Achterbahn, um zunächst wieder über 120 Dollar zu notieren, dann aber nur leicht erhöht in den Tagesschluss zu gehen. Anlass sind die weiteren Informationen über einen Anschlag auf die Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan. Sie könnte für mehrere Wochen ausfallen und führt normalerweise mehr als eine Million Barrel täglich. Des Weiteren wirkt sich die unsichere Lage in Nigeria und dem Iran aus und die Benzin-Bestände von gestern waren einigen Anleger doch zu hoch.Der Dollar legte gestern kräftig zu und verfolgt heute Morgen weiter den Anstieg. Ursächlich hierfür sind die Äußerungen aus der EZB, die die Wachstumsrisiken für den Euroraum mehr im Blick habe. Das könnte zu einer lockeren Geldpolitik und damit zur „Abwertung“ des Euro führen.
preistreibende (bullische) Einflüsse:
Atomstreit mit dem Iran
Anschlag auf Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013
preisdrückende (bärische) Einflüsse:
US-Konjunkturdaten schlecht
FED-Report zur US-Wirtschaftslage
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
Rückgang der OECD-Nachfrage
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Charttechnik: Abwärtstrend der Ölpreise
Unsere Heizölpreise folgen durch den stärkeren Dollar dem Weltmarkt und steigen leicht. Heute wird bis auf die Glattstellungen entsprechender Kontrakte vor dem Wochenende nicht viel passieren. Der Abwärtstrend läuft noch, ist nun aber in Gefahr. Wer automatisiert informiert bleiben will sollte sich bei unserem Preisalarm anmelden.
von Heiko Harlapp
08.08.08
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Alle Kommentare:
schrieb am 2008-08-12 07:13:57
@Taur
Es ist nicht die Wirtschaft, insbesondere nicht die deutsche Wirtschaft. Die leidet auch unter den hohen Energiepreisen.
Es ist zuallererst der deutsche Staat, der sich darin gefällt, im weltweiten Vergleich in der Spitzengruppe der Höchstbesteuerung von Energie zu sein, gleichzeitig aber auch noch auf Kosten der Verbraucher unwirtschaftliche "alternative" Energie hoch zu subventionieren. Dass bezahlbare Energie lebenswichtig ist, interessiert die derzeitige Bundesregierung nicht. Die EU erst recht nicht, die EU träumt lieber davon, den Planeten durch absolut überflüssige aber teure Klimaschutz-Ziele vor einer nicht vorhandenen Bedrohung zu retten.
Es sind auch die altbekannten multinationalen Energie-Konzerne, die inzwischen mangels eigener Förderung eigentlich eher Handelsgesellschaften sind. Sie haben hervorragend an der Preissteigerung verdient.
Und es sind auch die Förderländer, denen jede globale Verantwortung fremd ist, und denen es lediglich darum geht, möglichst lange möglichst viel Profit aus den Abnehmern zu pressen.
Dann sind da noch die Börsen und die Finanzspekulanten, aber diese haben nur nachrangigen Einfluß, sie können erst dann negativ wirken, wenn die zuvor genannten eigentlich Verantwortlichen die Weichen in Richtung Verteuerung gestellt haben.
Die Rhetorik, die du angesprochen hast, ist unerheblich. Die "Begründungen" für hohe Preise liegen auf Talkshow-Niveau.
schrieb am 2008-08-08 17:33:25 Einmal heißt es "Steigende Preise wegen fallendem Dollar" und nun "Steigende Preise wegen stärkerem Dollar". Der normale Bürger wird von der Wirtschaft doch nur noch vera....! Sorry, aber anders kann man es leider langsam nicht mehr sagen.












