HEIZÖL: Heizölkarte wird erneut gespielt
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Heizöl sei in den USA stellenweise knapp. Diese Meldung rief umgehend die aktuelle Mutter aller Sorgen des Öls auf den Plan. Die Preise für Heating Oil und Gas Oil stiegen. Bis zum Handelsschluss wurde der Preisanstieg teilweise egalisiert, weil die gute Verfügbarkeit von Rohöl die Preise wieder drückte. Die Preisspitzen für Rohöl werden mittlerweile als übertrieben angesehen, was nicht heißt, dass sie demnächst dennoch überboten werden. Die Preise für Heizöl werden als realistisch bewertet eingeschätzt. Der Dollar setzt nach der Zinserhöhung in den USA und der Forderung nach Zinssenkung in Europa wieder zur Teuerung an. Diese wird durch die nach wie vor gute US-Konjunktur unterstützt.
preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp Sorge über Heizöl- und Dieselengpässe im vierten Quartal Behinderung der Ölbranche im Iran befürchtet Steigerung der Gewalt im Irak Terrorwarnungen für Nigeria US-Markt hat sich an hohe Preise gewöhnt Russische Produktion sinkt
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Gute US-Rohölvorräte OPEC will eventuell mehr Öl pumpen Wirtschaft wird von hohen Preisen gedämpft
Unsere Heizölpreise steigen. Sie folgen dem Preis für Gas Oil. Dessen Chart lässt z.Z. zwei mögliche Bewegungsoptionen erwarten, seitwärts oder steigend. Wenn der Dollar wieder zum Aufwärtstrend zurückfinden sollte, bliebe für unser Heizöl nur eine Entwicklungsrichtung übrig. Steigend. Die Einschätzung ist rein spekulativ. Aber sie entspricht in der Tat unserer Erwartung. Einen Preisrückgang, der diese Bezeichnung wirklich verdient, wird es erst geben, wenn die Heizölsorge vom Tisch ist. Das kann realistisch frühestens nach Eintritt des Winters geschehen, weil dann nicht mehr über Versorgungsmengen spekuliert werden muss. Dann liegen die effektiven Daten vor.
01.07.05
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