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HEIZÖL: Im Westen nichts Neues


In den USA wurden gestern Vorratsdaten veröffentlicht. Sie sind weiterhin rückläufig auf hohem Niveau. Das Wetter soll über Weihnachten mild bleiben. Der Ölbörse wird kein neuer Handelsaspekt geboten. Der Seitwärtstrend besteht fort. Der Dollar stoppte den deutlichen Rückgang vom Vortag. Die zuletzt starke Bewegung der Währungsparität scheint sich zu beruhigen.

Die Themen sind seit Wochen unverändert. Sie lauten OPEC-Kürzungsabsichten und reale Kürzungen, milde Temperaturen in den US-Heizölregionen und Abkühlung der US-Wirtschaft. So unverändert die Themen sind, so unverändert ist der über einige Tage gemittelte Preis für Öl. Bei Rohöl der Sorten WTI (West Texas Intermediate) und Brent (Nordsee) liegt er seit zwei Monaten zwischen 62 und 63 Dollar. In den letzten zwei Wochen bildet sich eine schwache Aufwärtstendenz heraus.

Mittwoch für Mittwoch erhoffen sich Börsianer durch die US-Bestandsdaten neue Impulse. Aber die bleiben aus. Wie bei den vorgenannten Themen ergibt sich immer wieder das gleich Bild. Die Vorräte sinken. Dennoch sind sie überdurchschnittlich hoch. Das war auch gestern so. Der Gesamttrend wird fortgeschrieben. Allerdings bricht der DOE-Bericht (Department of Energy) diesen Trend bei Heizöl und Benzin. Im API-Bericht (American Petroleum Institute) bleibt alles beim Alten. Die Daten i.E.:

Rohöl: -6,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -4,3 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +1,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,4 Mio. Barrel (API)
Benzin: +1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,3 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 4,1 (DOE) bzw. 6,0 (API) Mio. Barrel. Die Importe sind geringer als in der Vorwoche und im Vorjahr. Bei Rohöl sind sie besonders schwach. Die Raffinerieverfügbarkeit beträgt 91 Prozent. Das ist auskömmlich.

Als Handelsidee sind die Daten kaum zu gebrauchen. Zwar könnten die positiven Aussagen zu den Produkten eine bärischen Note geben. Aber der deutliche Rückgang beim Rohöl lässt die Spekulation zu, dass die OPEC-Kürzungen greifen. Und das wäre ein bullisches Argument. Dieser nicht zuletzt widersprüchliche Datensatz wird die Preisbildung nicht ändern.

Charttechnisch sieht es momentan nach einer Stabilisierung des schwachen Aufwärtstrends beim Rohölpreis aus. Der Heizölpreis hat den Tiefpunkt in einem seitlichen Trendkanal durchlaufen und beginnt moderat zu steigen. Benzin hatte ein Top bei anziehenden Preisen erreicht. Nun sinkt der Preis. Eine Trendwende ist nicht zu erwarten.

Der Gasölpreis liegt heute Morgen bei 542 $ pro Tonne. Damit befindet er sich mittig in der gestrigen Handelsspanne.

Unsere Heizölpreise blieben über Nacht unverändert. Gestern wurden sie in den meisten Regionen Deutschlands durch die MwSt.-Erhöhung deutlich heraufgesetzt. Vom Weltmarkt kam ebenfalls etwas Preissteigerung hinzu. Im weitern Verlauf bis über den Jahreswechsel rechnen wir nicht mit nennenswerten Änderungen. Das allgemeine Preisniveau ist im Jahresvergleich niedrig.

21.12.06

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