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HEIZÖL: Markt reagiert beruhigt
Saudi Arabien hat noch Reservekapazitäten
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Die EIA (Energy Information Administration) schätzt die Reservekapazität der OPEC auf gut 1 Mio. Barrel pro Tag. Das entspricht ca. 3% der aktuellen OPEC-Förderung. Darauf reagierte der Handel gestern mit leichten Preisabschlägen, was de facto eine Bestätigung des kurzfristigen Abwärtstrends bedeutet. Die Reserven werden fast ausschließlich Saudi Arabien zugeschrieben. Die positive Marktreaktion ist erstaunlich. Die Welt benötigt erfahrungsgemäß im vierten Quartal mindestens 3 Mio. Barrel pro Tag mehr Rohöl als im zweiten Quartal. Der Dollar gibt wieder nach, weil eine erneute Steigerung des US-Handelsbilanzdefizits erwartet wird.
preistreibende (bullische) Einflüsse: In Venezuela schwindet die Produktion Sorge über Nachfrageanstieg im vierten Quartal OPEC wird Liefermengen nicht erhöhen Raffineriekapazitäten knapp Chinas Nachfrage wächst weiter Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rückgang des Wirtschaftswachstums erwartet Gute US-Rohölvorräte Befriedigende US-Benzin-Vorräte Befriedigende Vorräte der OECD-Länder
Unsere Heizölpreise halten das Niveau. Im Falle positiver US-Vorratsdaten, die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehen, könnten sie sogar noch weiter nachgeben. Nennenswerte Sprünge erwarten wir nicht. Zum aktuellen Preis ist Heizöl nach unserer Ansicht mindestens als halbe Tankfüllung kaufenswert, denn die Gefahr deutlich höherer Preise ist lange noch nicht überwunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der zweiten Jahreshälfte durchschlagen, ist groß.
11.05.05
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