"Unser Problem ist nicht, Öl für maßvollen Wohlstand einzusetzen. Unser Problem ist, Öl für unbegrenzten Überfluss zu vergeuden." Heutiger Kommentar von Klaus Bergmann, Geschäftsführer

News: International & National

HEIZÖL: Ölpreis steckt in Finanztrümmern fest

Es gibt keinen plausiblen Rettungsplan.


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Der Abwärtstrend der Ölpreise ist intakt. Daran ändern kurzzeitige Stillstände oder Richtungswechsel der Bewegung nichts. Stabilität erhält der Trend aus der Instabilität des Finanzsystems. Seine Manager haben die Schlacht für entfesselte Märkte verloren. Nun dürfen sie ihrem Untergang in Stille beiwohnen. Die Bühne gehört der Politik. Sie ist um Rettung bemüht. Ihre Pläne sind wenig plausibel. Sie vermögen nicht, das wackelige System zu stützen. Kurz- und mittelfristig ist keine Rückkehr zum Aufwärtstrend der Ölpreise zu erwarten. Langfristig wird der Menschheit Öl fehlen. D.h., der natürliche Trend des Ölmarkts wird sehr wohl aufwärts zeigen. Die antiproportionale Symbiose zwischen Ölpreis und Dollar besteht fort. Es gibt aber berechtigte Zweifel, dass diese auf Dauer erhalten bleibt. Die USA werden auf Grund ihres Defizits zu einer Schwächung des Dollars gezwungen sein. Dass daraus ein Anstieg der Ölpreise resultieren wird, ist derzeit kaum vorstellbar.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Weltweite Finanzkrise
Sinkende Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise steuern auf einen Abwärtstrend zu. Auf Grund der Binnenmarktlage konnten sie sich lange dem Weltmarkttrend entziehen. Doch nun werden sie eingefangen. Dieser Umstand ist kein Zeichen für eine Entspannung am Binnenmarkt. Die Auftragsbücher des Handels sind nach wie vor prall gefüllt. Die Margen stehen weiterhin deutlich über normal. Mit einer spürbaren Entspannung rechnen wir erst zum Jahresende. Die über fast zwei Jahre andauernde Kaufzurückhaltung der Verbraucher zwingt sie, in die laufende Kaufwelle zu springen. Um die Teilnahme an derartig unangenehmen Marktsituationen zukünftig zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen besseren Überblick über den eigenen Verbrauch zu haben. Hierzu gibt es unser Logbuch für den Heizölverbrauch.

von Klaus Bergmann
08.10.08 Drucken

 

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Alle Kommentare:

Dr. W. schrieb am Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 12:55 Uhr @ Dr. Stefan Engelsberger:

Seitdem Heizöl über 90 Cent je Liter gekostet hat, bläst kaum noch jemand Öl sinnlos in die Luft. auf jeden Fall diejenigen nicht, die auf Geld schauen und das sind die meisten!

Auf's Auto verzichten können kaum Leute. Ich ebenso wenig nicht. Ich brauche es zum Fahren meiner Kinder in die Kita und auf Arbeit. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen geht in Prinzip, nur bei der doppelten bis dreifachen Fahrzeit ist das einfach nicht drin! Demzufolge müssen Alternative antriebssysteme her. Diese wiederrum sind im Kommen und zwar durch hohe Ölpreise und diese werden wieder kommen, gang gewiß!

Dr. Stefan Engelsberger schrieb am Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 11:24 Uhr Ich verfolge diese Plattform seit 2005 (Hurrikan Katrina) und möchte einmal klar und deutlich aussprechen, dass esyoil und die knackigen Kommentare von Herrn Bergmann gleichermaßen für hochwertige Information und Unterhaltung sorgen. Bitte weiter so.
MIt der Weitergabe an Mieter, können diese auch für das Thema sensibilisiert werden.
Das Energieeinsparpotenzial ist groß. Gewinne werden die, die die billigeren Ölpreise nicht zum sinnlosen rausblasen nutzen, sondern diese in die Schaffung einer Infrastruktur stecken, die es ermöglicht, auf das Auto zu verzichten und möglichst Heizenergie zu sparen.


ernst halliger schrieb am Mittwoch, 8. Oktober 2008 - 10:59 Uhr Kurzstreckenfahrzeuge werden sehr bald mit Elektroantrieb bestückt,auch wegen der Umwelt in den Städten.Hier wurde bis heute der meiste Treibstoff verbraucht.Die Ölpreise bleiben somit auf unterem Niveau.

 
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