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HEIZÖL: Positionen bezogen


Die Erwartungen stehen mehrheitlich auf Preisanstieg. Gestern ist der erste Versuch einer Rallye allerdings fehlgeschlagen. Nachdem ein neues Nachkriegshoch markiert wurde, brachen die Preise ein. Der Rückgang stellt den stabilen Aufwärtstrend aber nicht in Frage.

Heute warten die Händler gespannt auf die neuen Zahlen aus den US-Tanklagern. Die Einschätzungen sind gemischt und ohne signifikante Tendenz. Die Ausgangslage ist denkbar schlecht. Die Lager sind leer. Ein überproportionaler Aufbau ist erforderlich, um die Versorgungssituation grundlegend zu wenden. Daran mag derzeit niemand glauben.

Aus den Wetterämtern kommen weiterhin Prognosen über deutlich tiefere Temperaturen in den kommenden Wochen für weite Teile der USA. Auch dieser Umstand untermauert den Aufwärtstrend der Preise.

Obwohl die OPEC rund 1 Mio. Barrel pro Tag über ihren Grenzwerten fördert, das entspricht ca. 4%, kommt sie mehr und mehr als Preistreiber in die Schlusslinien der Kritik. Um die Preisentwicklung zu beruhigen, wurde einst die Regel von der Steuerung über die Mengen aufgestellt. Die Industriestaaten sollten kalkulierbare Kosten bekommen. Die Förderstaaten sollten kalkulierbare Einnahmen erhalten. Die Preise sollten zwischen 22$ und 28$ pro Barrel schwingen dürfen. Wenn die Schwingungsbreite für 20 Tage in Folge verlassen wird, werden die Mengen angepasst, um die Preise in den Korridor zurück zu holen.

Inzwischen steht der Rohölpreis seit 22 Tagen ununterbrochen über 28$. Während der letzten 37 Tage fielen die Preise lediglich 2 Mal einen Tag lang unter die 28$-Marke. Aber die OPEC handelt nicht. Sie nimmt die hohen Preise in Kauf. Begründet wird diese Haltung mit dem schwachen Dollar. Der hohe Rohölpreis kompensiert die niedrige Ölwährung. Das Argument ist durchaus nachvollziehbar. Umgerechnet auf ein mittleres Dollar-Niveau hat das OPEC-Barrel, das jetzt knapp 30$ kostet, einen Wert von 24$.

Heute Morgen zeigt der Gasölpreis wenig Veränderung. Bewegung wird erst am späten Nachmittag ins Spiel kommen, wenn die Lagerdaten für die USA veröffentlicht werden. Derzeit kostet Gasöl 289,50$ pro Tonne.

Unsere Heizölpreise zogen im neuen Jahr rund 4% Jahr an (Bezug 3000 Liter). Sie befinden sich aktuell auf einem mittleren Niveau. Wir rechnen damit, dass sie im Laufe des Januars steigen werden. Daher raten wir Verbrauchern mit leeren Tanks, jetzt eine Wintermenge einzukaufen. Es sieht so aus, als bestünde erst gegen Ende des Winters wieder Aussicht auf deutlich tiefere Preise.

07.01.04

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