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HEIZÖL: Preisentwicklung


Der gestrige Handelstag ging vorüber, ohne eine Richtung für die kommenden Tage zu weisen. Am Ende stand ein unbedeutendes Minus der Preise. Es war wieder einer dieser langweiligen Diensttage, die mangels Nachrichten vorübergehen müssen, um den Mittwoch zu erreichen, den Tag, an dem die US-Bestandsdaten für neue Impulse sorgen sollen.

Die Ausgangslage vor den Bestandsdaten ist neutral. Die Märkte sind recht ordentlich mit Öl versorgt. Die OPEC konnte dem Vernehmen nach ihre ab November zu vollziehenden Kürzungen nicht durchsetzen. Eine neue Schätzung geht davon aus, dass im November sogar mehr Öl gefördert wurde als im Oktober. Der Irak und Russland sind hinsichtlich ihrer Ölproduktion auf dem Vormarsch.

Russland legte in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum der Ausstoßzahlen vor. 7,7% in 2001, 9,1% in 2002 und in 11% in 2003 lautet die stolze Folge. Im nächsten Jahr wird es etwas weniger schnell vorangehen. Dennoch bleibt das Land der am schnellsten wachsende Ölproduzent.

Diesen preisdrückenden Umständen stehen preistreibende Fakten in Form kalter Temperaturen in wichtigen Regionen der USA gegenüber sowie anziehende Erdgaspreise und ein schwacher Dollar. Die von Rekordtief zu Rekordtief eilende US-Währung neutralisiert europäischen Verbrauchern den am Weltmarkt teuren Ölpreis. Doch inzwischen wird die Währung selbst zum Grund für weiter steigende Ölpreise. Die Länder, die in erster Linie von den Öldollars leben, versuchen ihrerseits die wertloser werdenden Einnahmen durch Preissteigerungen für die Ware zu kompensieren.

So neutral wie die fundamentale Ausgangslage am heutigen Tag ist, so neutral stellt sich auch die Charttechnik dar. Es gibt sowohl Gründe für einen weiteren Preisanstieg als auch für einen Preisrückgang. Man ist geneigt der heute einsetzenden Bewegung eine etwas längere Halbewertzeit zuzutrauen, weil sie richtungsweisend sein sollte.

Der Gasölpreis geht heute mit 265$ pro Tonne etwas tiefer in den Tag als er gestern stand.

Unsere Heizölpreise zeigen keine Veränderung. Sie harren den Bewegungen, die da kommen werden. Was auch passieren mag, wirklich Spektakuläres erwarten wir nicht. So bleiben wir weiter bei unserer Meinung, dass die Preise für dringend erforderliche Käufe gut sind. Einen besonderen Anreiz, den Tank nun frühzeitig zu füllen, bieten sie nicht. Achtung: Unsere Lieferzeiten können sich in Einzelfällen auf Grund der bevorstehenden Festtage und der damit verbundenen fehlenden Werktage deutlich verlängern.

10.12.03

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