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HEIZÖL: Ringen um Richtung
Rohöl und Heizölpreise gehen getrennte Wege.
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Widerspruch regiert die Preisbildung. Rohöl fällt, Heizöl steigt. Es ist ein Abbild der Versorgungslage in den USA. Das Rohölangebot ist üppig. Heizöl ist knapp. In Europa ist die Ware ausreichend vorhanden. Die USA müssen sich mit Importen warm halten. Rohöl und Heizöl werden zum Gleichtakt in der Preisentwicklung zurückfinden. Solange klirrende Kälte ausbleibt, besteht die Chance, dass Rohöl dabei dominiert.
preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Heizölvorräte für die Jahreszeit zu gering Raffineriekapazitäten unzureichend Terrorgefahr für irakische und saudische Produktionsanlagen Politische Unsicherheit in Nigeria und Venezuela Weltweites Nachfragewachstum weiter hoch Charttechnik, langfristiger Aufwärtstrend noch intakt
preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rohölversorgung gut Rohöllieferungen sinken nachfragebedingt IEA senkt kurzfristige Nachfrageprognose Weitere Senkung der Nachfrageprognose erwartet Russland soll Großlieferant der USA werden China bemüht sich um Konjunkturdämpfung Weltwirtschaft verlangsamt Wachstum
Unsere Heizölpreise setzten gestern in ihrem plötzlichen Aufstieg nach. Kurzfristig blieb die dämpfende Wirkung des Dollars aus. Statt dessen erwies sich Rohöl als Preisbremse. Wir rechnen für heute nicht mit weiterer Verteuerung. Wenn das Wetter mitspielt, könnte der Heizölpreis wieder etwas nachgeben.
19.11.04
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