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HEIZÖL: Spekulanten setzen auf Heizöl


Die Preise blieben auch gestern im Aufwärtstrend. Rohöl könnte allerdings vor einer Korrektur stehen. Heizöl erntete trotz positiver Lagerdaten aus den USA ein kräftiges Plus. Das Produkt zieht vor dem Winter das Interesse der Spekulanten besonders an. Auch der Dollar erfuhr eine widersprüchliche Bewertung. Er verlor trotz guter Konjunkturdaten aus den USA weiter an Wert. Marktteilnehmer sehen ihre Hoffnung auf eine Zinssenkung gestört.

Generell lassen die Vorräte keine Not erkennen. Das ist die einfache Botschaft der aktuellen Lagersituation in den USA. Im Speziellen sieht die Lage allerdings anders aus. Der Heizölvorrat ist rund zehn Prozent niedriger als im Vorjahr. Dieser Umstand reizt seit einigen Wochen Investmentfonds und Banken. Mit der Beruhigung der Finanzkrise fließen die spekulativen Mittel wieder stärker in Öl-, speziell in Heizölpapiere. Unterstützend wirkt dabei die unbefriedigende Raffinerieverfügbarkeit. Dagegen hat die Hurrikansaison bisher nur geringe Impulse auf die Preisbildung ausüben können. Der aktuelle Preistrend übertrifft den Einfluss der gestern veröffentlichten Lagerdaten. Die waren sowohl für Heizöl als auch für die Raffinerieverfügbarkeit positiv. Die Zahlen der beiden Berichtsorgane DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) lauten wie folgt:

Rohöl: -3,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. -4,8 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +2,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. +3,3 Mio. Barrel (API)
Benzin: -1,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,6 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von 3,1 (DOE) bzw. ein Aufbau von 0,1 (API) Mio. Barrel. Die US-Importe legten kräftig zu. Sie sind höher als in der Vorwoche und im Vorjahr. Die Raffinerieverfügbarkeit ist wieder auf 92% gestiegen. Das sollte ein Dämpfer für all zu optimistische Bullen sein. Die beziehen sich als weitere Begründung für ihre Einstellung auf die OPEC-Diskussion zu den zukünftigen Liefermengen. Eine Senkung oder ein Festhalten an den Quoten wird diskutiert. Am 11. September trifft man sich, um den Beschluss zu verkünden. Die Vermutung liegt nahe, dass es zu keiner Veränderung kommen wird. Das wäre nach Ansicht der IEA (Internationale Energieagentur) unbefriedigend. Die Koordinationsstelle der alten Industrieländer plädiert mit Nachdruck für eine Steigerung der Liefermengen. Sie sähe gerne einen weiteren Lageraufbau.

Neben ein paar weniger bedeutenden geopolitischen Unruheherden, die gleichwohl Tagesbewegungen beeinflussen können, gibt es die langfristige Tendenz zum Preisanstieg. Sie wird nicht zuletzt durch die alarmierende Warnungen der IEA vor Engpässen ab 2012 getragen.

Charttechnisch liegt ein starker kurzfristiger Aufwärtstrend vor. Noch hat dieser den Anschluss an den langfristigen Aufwärtstrend nicht gefunden. Nach dem deutlichen Kursanstieg der letzten zwei Wochen wäre eine Gegenreaktion nahe liegend. Insgesamt rechnen wir allerdings mit der Fortsetzung des seit Januar gültigen Aufwärtstrends. Gasöl hat auf dieser Linie bereits ein neues Hoch markiert. Heute Morgen halten die Preise das hohe Niveau von gestern Abend. Die Tonne kostet 669,00 $.

Unsere Heizölpreise steigen immer steiler aufwärts. Sie haben den Preisvorteil zum Vorjahr verloren. Parallel zum Preisanstieg zieht die Binnennachfrage deutlich an. Lieferzeiten werden bereits heraufgesetzt. Der Hoffnung auf niedrigere Preise können wir nach aktuellem Stand der Dinge frühestens nach Winteranfang das Wort reden und nur dann, wenn es nicht übermäßig kalt wird. Sicheres Sparen an den Heizölkosten lässt sich nur durch Investition in Effizienz schaffen. Vor der Investition sollte man allerdings messen. Dabei hilft das Logbuch für den Heizölvorrat unter esytrol.com.


07.09.07

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