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HEIZÖL: Was treibt die Ölpreise?


Von Nachkriegshoch zu Nachkriegshoch lautete die Devise der Ölmärkte in der letzten Woche. Der Aufwärtstrend ist erstaunlich stabil. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Die OPEC behauptet, dass die überteuerten Preise einzig das Werk von Spekulanten sind. Daher ist man im Kartell nicht bereit, durch eine Mengensteigerung für Entspannung zu sorgen. Angesichts der äußerst geringen Rohölvorräte in den USA erscheint die dezidierte Meinung des OPEC-Vertreters eher wie ein etwas platt geratener Versuch, die eigene Organisation aus der Schusslinie holen zu wollen, wohlwissend dass man selbst an der Preisschraube gedreht hat.

Ein ordentlicher Schuss Rohöl würde die Preise mit Sicherheit auf ein vernünftiges Maß zurückholen. Gerade wenn es denn zuträfe, dass Spekulanten die Preise so hochgetrieben hätten, würde die Ölspritze Wunder wirken. Sie würde die Spekulanten recht schnell verjagen.

Derzeit stützt die OPEC mit ihrer Politik die an Charttechnik orientierten Spekulanten in hervorragender Weise. Sie liefert den fundamentalen Bodensatz auf dem die charttechnische Rallye gedeihen kann.

Nun ist die Preistreiberei für uns Europäer noch nicht so tragisch. Durch die Dollarbewegung der letzten Monate wird der Ölpreisanstieg recht gut ausgeglichen. Der in Euro notierte Gasölpreis hat es noch nicht geschafft, seit Mai einen signifikanten Aufwärtstrend hinzulegen. Zwar hat die jüngste Bewegung etwas von einem kurzfristigen Aufwärtstrend. Aber es gibt noch Verzweigungsmöglichkeiten, die in die andere Richtung weisen können.

Anders dagegen dollarnotiertes Rohöl. Seit Mai läuft es in einem glasklaren Trendkanal in die Höhe. Bevor der Brent-Preis am oberen Rand des Kanals anstößt, kann er noch gut einen Dollar zulegen. Texasöl ist bereits am oberen Rand angelangt. In den kommenden Tagen ist daher mit einer Gegenbewegung zu rechnen. Sie wird es allerdings kaum schaffen, Texasöl unter die 30$-Marke zurück zu treiben.

Gasöl verteuert sich heute Morgen. Die Tonne kostet jetzt 279$.

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie folgen dem Weltmarkt dollargedämpft auf Schritt und Tritt. Die von uns prognostizierten kurzfristigen Höchststände der Weltmarktpreise lassen kein neues Nachkriegshoch für die Heizölpreise zu. Doch auch wenn der aktuelle Preisanstieg in beherrschbaren Grenzen verläuft, ist er für Verbraucher ärgerlich. Und es ist nicht gesagt, dass die nächste Welle der Preisbewegung ebenfalls in den bisher gültigen Schranken verläuft. Andererseits steht der Preis besser da, als wir das vor fünf Monaten vorhersahen. Zwar stieg der Weltmarktpreis erwartungsgemäß. Der Dollar hingegen verlor stärker an Wert, als man das im Sommer erahnen konnte. Also, noch sind die Preise im Rahmen. Achtung: Unsere Lieferzeiten können sich in Einzelfällen auf Grund der bevorstehenden Festtage und der damit verbundenen fehlenden Werktage deutlich verlängern.

19.12.03

Tiefpreis und Tageskommentar?
 

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