"Unser Problem ist nicht, Öl für maßvollen Wohlstand einzusetzen. Unser Problem ist, Öl für unbegrenzten Überfluss zu vergeuden." Heutiger Kommentar von Klaus Bergmann, Geschäftsführer

News: International & National

HEIZÖL: Weiter Aufwärts trotz schwacher US-Wirtschaft

Unruhen in Nigeria, Streit mit Venezuela lassen Preise steigen.


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Am Freitag sind die Preise deutlich gestiegen. Meldungen, die sonst immer für Zündstoff gesorgt hätten, wurden wegen der schwachen US-Konjunkturdaten ignoriert. Diese Ignoranz wurde am und für den Freitag aufgegeben. Nigeria wird wohl in den nächsten Wochen auf ein Drittel ihrer Fördermenge verzichten müssen. Bis zu einer Million Barrel Rohöl pro Tag werden auf Grund von Unruhen nicht ausgeliefert werden können. Die Exxon ließ auf Grundlage eines Schiedsgerichtsspruches der Weltbank Konten der Staatsölfirma Venezuelas (PDVSA) einfrieren. Nun könnte Chavez damit kontern, dass er die Exporte in die USA ganz einstellt. Der Dollar fällt leicht und bewegt sich zurzeit bei 1,45 Euro. Die Anzeichen für eine schwache US-Konjunktur bleiben bestehen.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Starker Produktionsausfall in Nigeria
Lieferprobleme aus dem Irak
Chavez im Streit mit Exxon
Kaltwetterperiode für die USA prognostiziert
Stimulus-Programm von US-Regierung und FED
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
US-Konjunktur wankt
US-Bestände steigen
US-Regierung will Ölkonsum senken
Saudi Arabien denkt über Erhöhung der Liefermengen nach
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf

Unsere Heizölpreise stiegen am Freitag stark und heute nur noch leicht. Dass es in der nächsten Zeit wieder runter geht, erscheint weniger wahrscheinlich, als dass der Preis noch etwas steigt. Dass die schwache US-Konjunktur schnell zu Entspannung am Ölmarkt führt, ist ebenfalls nicht wahrscheinlich, weil sich US-Regierung und Notenbank gegen die Rezession wehren.

von Klaus Bergmann
11.02.08 Drucken

 

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