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HEIZÖL: Wieder viel Übertreibung aufgebaut


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Übertreibung ist messbar. Für Börsenkurse gibt es viele Modelle, die Übertreibung beziffern. Einige Modelle weisen erneut hohe Kennzahlen für Übertreibung aus. Die Notierungen sollten also wieder sinken. Soweit die Theorie, die Praxis schert sich nicht um die Modelle. Die Stimmung am Ölmarkt ist derartig bullisch, dass man einige Zeit mit hohen Übertreibungszahlen furchtlos leben kann. Erst wenn die Furcht vor Verlusten überhand nimmt, ist ein Preisrückschlag fällig. Dann fliehen die Spekulanten aus ihren Engagements in steigende Preise. In der Vergangenheit war eine gute Versorgungslage für Bullen ein furchteinflößender Umstand. Das gilt heute nicht mehr. Heute muss schon eine Überversorgung her, um die Bullen zu verjagen. Die wird es aber nicht geben, erstens weil sie technisch nicht möglich ist, zweitens weil kein Ölland daran Interesse hat. Es würde schließlich seine Einnahmen beschneiden. Und auf die Einnahmen sind sie alle angewiesen, am meisten die größten Ölproduzenten. Ihre Volkswirtschaften befinden sich in einer noch ungesunderen Abhängigkeit vom Öl als die Volkswirtschaften der großen Verbraucher. Der Ölpreis kann also noch lange aufwärts marschieren. Der Dollar bekam gestern einen Dämpfer aus dem Euroraum. Hier ist nach wie vor keine Zinssenkung angezeigt. Da sich die Stimmung zur US-Konjunktur aufhellt, ist mittelfristig aber eher ein Anstieg des Dollars zu erwarten.

preistreibende (bullische) Einflüsse:
Goldman Sachs treibt Preis durch hohe Prognose
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Atomstreit mit dem Iran
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse:
Gute US-Bestgandszahlen
Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Hohe OECD-Vorräte
Schwächephase der US-Konjunktur
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise steigen unglaublich schnell. Ein Preisrückschlag wäre allemal fällig. Aber ernsthafte Hoffnung, dass dieser kommt, können wir nicht machen. Es wäre bereits ein nennenswerter Preiseinbruch, wenn ein mittleres Aprilniveau wieder erreicht werden würde. Das wurde von Verbrauchern ursprünglich als viel zu teuer angesehen. Am Ende wird man noch höhere Preise akzeptieren müssen. Nicht akzeptieren muss man hingegen seinen eigenen Verbrauch. Der ist fast immer drosselbar. Schauen Sie ihn mal genau an: esytrol


09.05.08

Tiefpreis und Tageskommentar?

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Alle Kommentare:

esyoil-Team schrieb am 2008-05-09 13:22:33 Bezug Gunnar:

Die Anzahl der offenen Rohöl-Kontrakte, sie ist ein Maß für das Engagement an der Börse, hat sich in New York zwischen 2002 und 2007 mehr als verdreifacht. Seit August 2007 ist sie allerdings relativ konstant.

Gunnar schrieb am 2008-05-09 12:40:37 Die Aufwärtsrevidierung ist vor allem auf die starke Nachfrage aus China und dem mittleren Osten zurückzuführen. Zudem ist die Produktion von Ölförderländern außerhalb der OPEC in Rückläufigkeit begriffen. Diese würden gemäß dem Rohstoff-Analysten Paul Horsnell(Barclays) in ihren Öllieferungen dramatisch underperformen und gesteckte Förderziele verfehlen.
Die weltweit am schnellsten wachsende chinesische Volkswirtschaft hat seit dem tiefsten Fall des Ölpreises in diesem Jahrzehnt im November 2001 auf 16,70 Dollar je Barrel ihren Ölverbrauch mehr als verdoppelt. Das Nachfragewachstum außerhalb der OECD bleibt größtenteils robust. Hiefür sorgen vor allem China, der mittlere Osten und Indien. Eine in 2005 gestartete Nachfrageverlangsamung in den OECD-Staaten hat sich nicht wesentlich beschleunigt.
“Wir befinden uns in einer Phase, wo sich die fundamentalen Bedingungen anhand der Preissteigerungen bemerkbar machen”, heißt es weiter von Horsnell. Alternative Energien seien nicht ausreichend entwickelt, um an ein Ende des fossilen Brennstoffzeitalters denken zu lassen. Im übrigen gebe es keine Anzeichen, dass sich der Ölpreis aus spekulativen Gründen getrieben sieht oder auf eine allgemeine Flucht zur Anlage in Rohstoffe zurückzuführen ist, führte der Bericht weiter aus.

Dr.Mutschler schrieb am 2008-05-09 12:33:04 Den gestrigen Vergleich zwischen Kaffee und Öl empfinde ich als unsäglich,vergleichen Sie doch mal mit einem Liter Milch ,das ist ein Skandal!

Rene Kaiser schrieb am 2008-05-09 09:05:46 Man liest gerne das am hohen Ölpreis der schwache Dollar schuld sei. In den letzten Tagen hat sich der Dollar allerdings gefestigt. Der Ölpreis erzielt dennoch einen neuen Rekord - was den nun ?




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Preisrückschlag dennoch unwahrscheinlich.

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Preise steigen trotz guter US-Bestandsdaten.

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Preise losgelöst von Fundamentaldaten.

 
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