esyoil – Der Preisindex für Heizöl
Neues Wohnen
Dass sich esyoil mit Wohnen beschäftigt, mag erstaunen. Gleichwohl liegt das Thema auf der Hand, wenn man unsere Entwicklungsgeschichte und die inhaltlichen Beweggründe verfolgt. Vor dem Wohnen steht das Bauen. Für esyoil ist Bauen ein Zukunftsthema. Darüber reden wir nicht nur. Wir arbeiten daran. Im Folgenden erläutern wir unsere Ideen zu dem, was wir „Neues Bauen 2.0“ nennen.
Der Titel ist an das „Neue Bauen“ des Weimarer Bauhauses angelehnt. Es soll signalisieren, dass wir Ideen und Leitlinien der bald 100 Jahre alten Werkschule wieder aufnehmen. Diese Ideen werden mit Techniken und Erkenntnissen komplettiert, die neuen Ansprüchen an das Bauen und an Gebäude Rechnung tragen. Vom Bauhaus übernehmen wir den Anspruch, industriell zu fertigen, eine streng bedarfsorientierte Raumplanung und multifunktionale Elemente der Raumteilung.
Vollkommen neue Wege suchen wir dagegen bei den verwendeten Baustoffen und beim Wand- und Deckenaufbau. Diese Wege müssen dem zeitgemäßen Prinzip der Nachhaltigkeit gerecht werden. Der Anspruch besteht darin, mit unseren neuen Häusern nicht nur die Grundlage für energiesparendes Wohnen zu schaffen, sondern die Häuser selbst ressourcensparend und recyclebar zu bauen. Sie werden von der Erstellung bis zur Entsorgung eine geringe Gesamtenergiebilanz sowie einen hohen Wiederverwertungs- bzw. Rückführungsgrad der Materialien aufweisen.
Preiswerten Wohnraum zu schaffen, war ein Motiv des Bauhauses. Preiswerten Wohnraum zu schaffen, muss eine Konsequenz des energie- und materialsparenden Bauens sein. Der Preis eines Hauses ist näherungsweise ein Ausdruck für seine Energieintensität und seinen Materialverbrauch. Unser Ziel ist es, mit „Neues Bauen 2.0“ Niedrigenergiehäuser zu schaffen, die günstiger sind als vergleichbare Standardhäuser.
Unsere Häuser werden dem Wandel der Lebensverhältnisse, den Menschen und Familien im Laufe des Wohnens durchleben, Rechnung tragen. Die Räume werden maximale Flexibilität aufweisen. Trotz dieser Vorgabe erstellen wir kein Hauskonzept für die Ewigkeit. Die geforderten hohen Wiederverwertungs- und Rückführungsgrade beim Material gleichen den vermeintlichen Nachteil einer eher kurzen Lebensdauer aus. Eine kürzere Lebensdauer ist vorteilhaft für die Verwirklichung neuer Erkenntnisse des Bauens. Im Neubau lassen sich Innovationen besser realisieren als im Altbau. Wir rechnen in den kommenden Jahrzehnten mit großen Innovationsschüben. Der ökologische Umbau der Industriegesellschaft wird kommen. Ältere Häuser stellen heute das größte Hemmnis beim nachhaltigen Umbau der Wohnkultur dar.
Mit Hilfe moderner Techniken wollen wir materialintensive Prinzipien des Bauens ersetzen. Dabei sollen Einfamilienhäuser entstehen, die preiswert, stilistisch attraktiv und hochflexibel im Wohnraum sind sowie dem Prinzip der Nachhaltigkeit bestmöglich gerecht werden. Sie sollen auf vergleichbar kleinem Raum viel Wohnqualität bieten. Schließlich gilt es auch hier, das Gesetz des ewigen Wachstums zu durchbrechen. Ein beachtlicher Teil der Effizienzgewinne im Neubau halfen bisher nicht Energieverschwendung und Klimaschädigung zu reduzieren, weil die Wohnflächen wuchsen. Heute werden sie von vielen Familien als zu groß empfunden. Wir halten die Rückkehr zum menschlichen Maß für eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.
