Heizöl von esyoil

esyoil Special:

Aufwendungen für Ölsuche zurückgegangen


Die größten börsennotierten Ölgesellschaften der Welt haben in den letzten fünf Jahren der Entwicklung bekannter Öllagerstätten den Vorzug vor der Suche nach neuen Ölvorkommen gegeben. Nach einer Untersuchung der Dienstleistungsfirma IHS Energy sind die addierten Aufwendungen von BP, ExxonMobil und Royal Dutch/Shell für die Suche nach neuen Ölquellen von 5,35 Mrd. Dollar im Jahre 1998 auf 3,25 Mrd. Dollar in 2003 zurückgegangen. Dagegen stiegen ihre Aufwendungen für die Entwicklung bekannter Ölfelder in der gleichen Zeit von 16,35 Mrd. auf 24,30 Mrd. Dollar. IHS Energy weist auch darauf hin, dass im letzten Jahrzehnt in der Welt deutlich mehr Öl und Gas gefunden als gefördert wurden. In 51 Ländern wurden Vorkommen mit Reserven von jeweils mehr als 14 Mill. t Öleinheiten entdeckt. Zwei Drittel dieser Neufunde erfolgten in großen Wassertiefen im Golf von Mexiko und vor Westafrika.

Eine weitere Untersuchung von John S. Herold, Connecticut, und der Londoner Harrison Lovegrove zeigt, dass die internationalen Ölmultis ihre Investitionen in den Upstreamsektor zuletzt nicht mit den Ölpreisen haben steigen lassen. Daher werde dieses wie letztes Jahr der Cashflow die upstream investierten Mittel weit überschreiten und für Dividendenerhöhungen oder den Rückkauf eigener Aktien verwendet werden, heißt es. Die vorsichtige Investitionsstrategie spiegelt laut Herold und Lovegrove die gestiegenen Kosten für den Ersatz der geförderten Mengen wider; diese hätten nominal einen 20-Jahres-Höchststand erreicht. Ein anderer Grund für diese Entwicklung sei laut einer Studie der Beratungsfirma Wood Mackenzie der stark eingeengte Zugang privater Ölgesellschaften zu großen ölhöffigen Gebieten wie zum Beispiel im Nahen Osten.

Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 46 vom 08. November 2004 Seite 010