Heizöl von esyoil

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Heizölhandel: Mit Öl-Brennwerttechnik Kosten senken


Wer bei den heutigen hohen Preisen für Energie dennoch sparen möchte, sollte sich auf jeden Fall für das System Ölheizung entscheiden. Das jedenfalls, wen verwundert es, rät der deutsche Brennstoffhandel. Das leichte Heizöl sei seit Jahren um rund ein Viertel günstiger als Gas, und mit einer neuen Ölheizung, wie zum Beispiel mit moderner Öl-Brennwerttechnik, würden sich die Energiekosten im Vergleich zu einem Standard-Heizkessel um bis zu 40 Prozent senken lassen, denn die Nutzung der Wärme steigt von 62% auf 90%.

Dabei sei, so war auf der ersten gemeinsamen Jahrestagung des Gesamtverbandes des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels (gdbm) und des gdbm Region Nord in Timmendorfer Strand zu hören, die Modernisierung einer Ölheizung meist preiswerter als die Umstellung auf einen anderen Energieträger, daran würde so manches Mal sogar die Prämie eines Gasanbieters nichts ändern. Und mit dem neuen schwefelarmen Heizöl werde zusätzlich noch die Umwelt geschont, besonders wenn die Ölheizung mit Solartechnik kombiniert wird. Diese Tatsachen müsse der Handel den Verbrauchern nahe bringen und sich dabei der Unterstützung durch das Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) bedienen, forderte der Verbandsvorsitzende Dieter Bischoff auf der Tagung, denn Kunden, die nicht beraten werden wurden, könnten aus Unkenntnis der Vorteile der neuen Ölheizungstechniken zu Konkurrenzenergien abwandern. In welchem Maß Kunden Beratung durch Fachleute schätzen, erläuterte Adrian Willig vom IWO. So holten sie sich die relevanten Informationen in 80% der Fälle vom Fachmann, hielten diese zu 83% für wichtig und zu 53% sogar für ausschlaggebend. Von den rund 250.000 Ölheizungskesseln, die in Deutschland im Jahr abgesetzt werden, seien bereits 10% Brennwertanlagen, war in diesem Zusammenhang von einem Hersteller zu erfahren. Das neue schwefelarme leichte Heizöl werde deutschlandweit bereits von rund 500 Händlern angeboten, der Anteil am gesamten Heizölabsatz soll gegenwärtig bei 4% liegen. Das Angebot soll in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden, so dass der neue umweltfreundliche Brennstoff 2008 flächendeckend im Markt erhältlich sei. Dafür will die Mineralölindustrie in der nächsten Zeit insgesamt 60 Millionen Euro investieren.

Allerdings ist dieser schwefelarme Premium-Brennstoff teurer als die bisherigen Heizölqualitäten. Aber ab 2008 soll es eine Steuerspreizung geben, die diesen Nachteil in etwa ausgleichen soll. Darüber gibt es eine Vereinbarung zwischen Mineralölhandel und -industrie auf der einen und dem Bundesumweltministerium auf der anderen Seite.

Auf die Wirtschaftlichkeit des Energieträgers Öl wies auch der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) Klaus Picard hin. Das gerade wieder von der rot/grünen Bundesregierung auf den Plan gerufene Motto "weg vom Öl" bedeute eindeutig ein "hin zu teurerer Energie" (...). Picard rechnete vor, dass Dieselkraftstoff auf Mineralölbasis 35 Dollar je Barrel koste, die gleiche Menge Biodiesel aber 105 Dollar. Diese wirtschaftlichen Nachteile der Biokraftstoffe könnten nur politisch durch Steuererleichterungen aufgefangen werden, die dem Finanzminister dringend benötigte Einnahmen entzögen, denn die Kraftstoffe auf Ölbasis brächten ihm 120 Dollar je Barrel an Steuern ein. Überspitzt führte Picard an, die Pläne, aus deutschen Bauern "Ölscheichs" machen zu wollen, erinnerten ihn an den Morgenthau-Plan von 1945, nach dem aus Deutschland ein Bauern- und Weideland ohne Industrie gemacht werden sollte.

Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 43 vom 18. Oktober 2004 Seite 008