
esyoil Special:
Ölheizung immer effizienter
Ölwirtschaft bei CO2-Minderung auf Kurs
Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen innerhalb seiner Grenzen bis zum Jahr 2012 im Vergleich zu 1990 um 21 Prozent zu senken. In dem Zusammenhang ... hat sich die Mineralölwirtschaft in ihrer zweiten Klimaschutzerklärung 2001 verpflichtet, den durchschnittlichen Jahresnutzungsgrad der Ölheizungsanlagen im Raumwärmemarkt von 1990 bis 2005 von 68% auf 84 bis 85% sowie in den Jahren bis 2012 weiter auf 86 bis 88% zu steigern. Im Jahr 2003 wurden hierzulande bereits 83% erreicht.
Der Jahresnutzungsgrad ist ein Maßstab für die technische Effizienz einer Heizungsanlage. Er gibt an, wie viel Nützenergie im Durchschnitt eines Jahres aus einer eingesetzten Energieeinheit gewonnen wird. Der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad der Ölheizungen ergibt sich aus der durchschnittlichen Effizienz aller im Betrieb befindlichen Ölheizungsanlagen.
Außerdem hat die deutsche Mineralölindustrie zugesagt, bis zum 1. Januar 2008 leichtes Heizöl mit einem Schwefelgehalt von maximal 50 ppm Schwefel flächendeckend und bedarfsgerecht anzubieten, obwohl ab diesem Datum Heizöl nach Vorschriften der Europäischen Union 1.000 ppm Schwefel aufweisen darf. Zur Unterstützung des Absatzes von schwefelarmem Heizöl sieht die Politik eine Steuerspreizung vor. Sie soll bis Ende dieses Jahres beschlossen sein und mit 1,5 Eurocent zu Beginn des Jahres 2008 in Kraft treten.
Insbesondere die Heizgeräteindustrie begrüßt die Einführung der neuen schwefelarmen Heizölsorte, erhofft sie sich doch einen Schub für die Ölbrennwerttechnik, für die die neue Qualität besonders gut geeignet ist, da dadurch zukünftig häufig auf die ansonsten erforderliche Neutralisationseinrichtung verzichtet werden könne, heißt es. Einzelne Hersteller würden für ihre Öl-Brennwertgeräte den Einsatz von schwefelarmem Heizöl, das hierzulande von allen namhaften Anbietern vertrieben wird, sogar vorschreiben. Jje nachdem, welche Qualität einzusetzen ist, befindet sich eine entsprechende Kennzeichnung an dem Gerät.
Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 43 vom 18. Oktober 2004 Seite 007

