Heizöl von esyoil

esyoil Special:

Russland kann 600 Mill. t Öl im Jahr produzieren


Russlands Ölförderung ist in den letzten Jahren ständig gestiegen, in diesem Jahr dürfte sie auf rund 460 Mill. t (9,2 Mio. Barrel pro Tag, Anmerkung esyoil) anwachsen. "Wood Mackenzie" geht davon aus, dass die russische Ölgewinnung bis 2010 sogar 600 Mill. t/a (12 Mio. Barrel pro Tag, Anmerkung esyoil) erreichen kann, allerdings nur, wenn alle dafür erforderlichen Investitionen vorgenommen werden. Ausreichende Reserven seien dafür vorhanden. Sie werden von Wood Mackenzie auf Basis der Daten der bekannten Vorkommen auf 16 Mrd. t geschätzt. Der Löwenanteil davon befindet sich mit 74% in Westsibirien. 10 bzw. 7% liegen im Raum Ural, Wolga, Kaspisches Meer sowie im Timan-Petschora-Becken. Der rasche Anstieg der russischen Ölförderung erklärt sich aus dem hohen Tempo bei der Erschließung von Vorkommen durch neue Bohrungen, der Überholung alter Sonden und der besseren Nutzung der Lagerstätten. Zwischen 1996 und 2001 wurde in mehr als 50 Feldern die Ölproduktion begonnen, was zu einer Output-Steigerung um 100 Mill. t/a (2 Mio. Barel pro Tag, Anmerkung esyoil) führte; heute warten viele weitere neue Felder nur auf ihre Erschließung. Die E&P-Investitionen, die für das Erreichen einer Jahresförderung von 600 Mill. t aufgebracht werden müssen, schätzt Wood Mackenzie für die Zeit zwischen 2005 und 2013 auf 11 bis 13 Mrd. Dollar pro Jahr. Für die Periode von 2013 bis 2020 geht die Beratungsfirma von realen Aufwendungen von insgesamt 180 Mrd. Dollar aus. Allerdings setzt nach 2012 eine deutliche natürliche Erschöpfung der Lagerstätten ein.

Demgegenüber wird Russland aber auch ein noch nicht entdecktes Ölreservenpotenzial zugeschrieben. Da die russische Ölförderung rascher steigt als die Nachfrage nach Ölprodukten im Inland, ist für eine Steigerung der Ölgewinnung ein Ausbau der Exportkapazität zwingend, was ebenfalls Milliarden-Investitionen erfordert. Welche der zahlreichen Projekte für die Beseitigung von Engpässen in vorhandenen Rohölleitungen oder für neue Pipelines nach Westen und Osten verwirklicht werden, ist zurzeit noch nicht zu übersehen.

Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 33 vom 09. August 2004 Seite 08