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Zur C02 Diskussion: Ernst zu nehmende Argumente werden totgeschwiegen



Klimaexperten urteilen unterschiedlich, ob menschgemachtes C02 oder natürliche Effekte für den aktuellen Klimawandel hauptverantwortlich sind.

Auf einer Tagung der vor 61 Jahren vom Sozialphilosophen und späteren Wirtschaftsnobelpreisträger August von Hayek gegründeten Mont-Pelerin-Gesellschaft geißelte der tschechische Präsident und Ökonom Väclav Klaus ein weiteres Mal den "Klima-Alarmismus". Er warte darauf, dass "die tragischen Folgen des unvermeidlichen Staatsversagens im Zusammenhang mit den Ambitionen, das Weltklima zu kontrollieren", zum Thema würden. "Es geht in der Debatte nicht um Klimatologie, es geht um die Freiheit", sagte Klaus in Tokio. Ernstzunehmende Argumente von Wissenschaftlern, die gegen die These einer vom Menschen herbeigeführten Erderwärmung anträten, würden totgeschwiegen. Im privaten Gespräch teilten einige führende Politiker anderer Länder seine Kritik, sagte Klaus. In der Öffentlichkeit aber verhielten sie sich still. Die Diskussion werde durch Eigeninteressen gelenkt. Die Vereinten Nationen hätten im Klimawandel eine neue Begründung gefunden, um ihre Existenz zu rechtfertigen, sagte Klaus. Indirekt beeinflusst die politische Zielsetzung auch die Ergebnisse der Forschung: Klimaforscher, die der These einer durch den Menschen verursachten Erderwärmung widersprächen, erhielten nur erschwert oder gar nicht Zugang zu den öffentlichen Forschungstöpfen, berichteten Teilnehmer der Tagung.

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker von der Universität Chicago warnte in Tokio vor einer "Anmaßung von Wissen" in der Klimadebatte. Vor 50 Jahren habe niemand vorhergesehen, über welches technische Wissen wir heute verfügten. "Und nun geben Leute vor, sie wüssten, was in 50 oder 100 Jahren geschieht?"

In einem offenen Brief an Ferdinand Knauß, "Handelsblatt", Bereich Wissenschaft-Debatte, nimmt der Heidelberger Diplom-Physiker Horst-Joachim Lüdecke, Autor des Buches "CO- und Klimaschutz, Fakten, Irrtümer, Politik" zu einer Reihe von Artikeln von Knauß Stellung, die sich engagiert zum Klimaschutz bekennen. "Sie geben als Motivation für Ihre oben genannten Artikel und Ihr Engagement in Sachen Klimaschutz Verantwortung für Umwelt und Nachkommen an. Weil ich diese Haltung teile, habe ich mir die Mühe gemacht, Ihre Artikel anzusehen", so Lüdecke. "Als Folge drängen sich mir allerdings, ich bitte sehr um Ihre Nachsicht, folgende Fragen auf: Ist es unzureichendes Recherchieren, journalistisches Reiten auf der Klima-Katastrophenwelle, der verlängerte Propaganda-Arm des PIK (Potsdamer Institut für Klimaforschung, d.Red.), doch ehrliches Engagement für unsere Umwelt oder die Vorgabe der "Handelsblatt"-Redaktion, was Ihre Beiträge steuert? Im letztgenannten Fall hätte ich viel Verständis, denn mit Ausnahme der "FAZ" berichten inzwischen alle großen Zeitungen über die CO,-Frage in einer strammen Linientreue, die an DDR-Zustände erinnert. Hätten Sie beispielsweise wie ich versucht, nach einem völlig absurden Klima-Artikel der "Süddeutschen Zeitung" über die in Kürze anstehende Überschwemmung der Insel Tuvalu infolge dramatisch steigender Meeresspiegel einen an die realen Messdaten erinnernden, berichtigenden Leserbrief unterzubringen, hätten Sie sich die Mühe gleich sparen können. Über Fakten will man in den meisten Redaktionen nun wirklich nichts mehr hören."

Einige Zitate aus dem umfangreichen Schreiben von Lüdecke: "Wir bewegen uns bis heute in Klimaverhältnissen, die absolut im natürlichen Bereich liegen. Ungewöhnliche Zunahmen von Meeresspiegelhöhen oder von Extremwettern gibt es bis heute ebenfalls nicht." ..."Ob die Erwärmung des 20. Jahrhunderts vorwiegend (!) durch anthropogenes C02 verursacht wurde, ist unbeweisbar und reine Glaubenssache. Natürlich war und ist antropogenes CO-- immer ein Mitverursachen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit steuerten aber tatsächlich die bis heute nicht voll verstandenen natürlichen Mechanismen das Geschehen, schließlich haben sie es auch in früheren Zeiten getan."... "Die "Klimaprojektionen" in den IPCC Summaries for Policymakers, die bis zum Jahre 2100 im Höchstfall von mehreren Graden Temperatursteigerungen künden, sind reine Zukunftsvisionen. Sie haben keine Messungen, sondern fiktive Klima-Computer-Modellrechnungen zur Grundlage, die ihre Zuverlässigkeit noch nicht einmal für die Klimavergangenheit unter Beweis stellen konnten. Die viel einfacheren Wettermodelle sind höchstens über wenige Wochen hinaus zuverlässig. Aber "Klima-Computer-Projektionen" über Zeiträume bis 100 Jahren soll man ernst nehmen? KlimaComputer-Modelle beruhen auf den Vorstellungen der Programmierer und nur zum Teil auf ordentlicher, nachprüfbarer Physik." ... "Für wissenschaftliche Detailuntersuchungen mögen Computer-Klimamodelle angehen, hieraus aber energiepolitisch Relevantes zu konstruieren, ist unverantwortliche Panikmache. Niemand kann in die Modelle hineinsehen, sie nachvollziehen, überprüfen. Sogar individuelle Rechenläufe liefern oft völlig unterschiedliche Ergebnisse. Saubere Vergleichsrechnungen mit Modellen anderer Modelliergruppen sind Fehlanzeige. "

"Ich bin mit vielen Physik-ProfessorenKollegen von Universitäten und FH's befreundet bzw. näher bekannt. Keiner von ihnen, das darf ich Ihnen versichern, nimmt die zurzeit herrschende CO=-Hysterie ernst: Überwiegend amüsiert man sich königlich über den Unsinn. Die maßgebenden Politiker nehmen die Sache wohl auch kaum ernst und Frau Merkel als promovierte Dipl.-Physikerin ihr lautstark verkündetes Zulassen von höchstens weiteren zwei Grad globaler Erwärmung schon gar nicht. Für die Politik ist die Geschichte natürlich zu wichtig geworden. Ein Politiker, der die menschliche Schuld am Klimawandel anzweifelt, kann sich gleich aufs Altenteil schicken lassen."... "Und nun zu dem immer wieder beschworenen "Konsens" der Fachwelt: Ich verweise hierzu auf die aktuelle Diskussion in der US-amerikanischen physikalischen Gesellschaft, die zeigt, dass Zehntausende von Physikern, deren Zahl um mindestens den Faktor 10 höher ist, als die Anzahl der am IPCC-Prozess beteiligten Forscher, mit der Klimaschädlichkeit des anthropogenen CO- keineswegs einverstanden sind. Zu nennen sind weiter das ICSC (International Cli mate Science Coalition) und schlussendlich die vielen wissenschaftlichen Manifeste gegen die IPCC-Hypothese, wie der Heidelberger Aufruf, das Leipziger Manifest, die Kanadische Petition und die Oregon Petition - es haben sogar Nobelpreisträger mitunterschrieben. Inder Presse werden diese Dinge angesichts der politischen Gemengelage natürlich unter den Teppich gekehrt, aber dank Internet ist alles abgreifbar." ... "Klimaforscher können sich öffentliche Kritik an der IPCC-Linie natürlich nicht leisten sonst können sie Karriere und Forschungsgelder gleich abschreiben."

Lüdeckes Fazit: "Die Erde krankt primär an Überbevölkerung. Die Zerstörung des Fischbestandes der Weltmeere, die Rodung der Regenwälder, das abnehmende Süßwasser in Dürregebieten (sinkende Grundwasserspiegel, nicht steigende Meeresspiegel sind das Problem!) und die Deziemierung der biologischen Arten können als weitere Hauptübel genannt werden. Von all diesen Gefahren vernimmt man relativ wenig." Eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichtexistierende Bedrohung durch den Anstieg kleinster Prozentbruchteile des unschuldig-harmlosen und lebensnotwendigen Naturgases COZ, dessen Konzentration in Urzeiten übrigens schon achtmal so hoch war wie heute, werde dagegen zur Gefahren-Ikone einer ganzen Nation stilisiert.

Energie Informationsdienst vom 29.09.2009 40/08 S.16f.