Grundsätzlich unterscheidet man oberirdische und
unterirdische Tankanlagen. Im Folgenden sind beide Typen mit ihren wesentlichen Komponenten
dargestellt.
Oberirdische Tankanlage
Bild: oberirdische Tankanlage* (
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Oberirdische Tanks, meist auch Kellertanks genannt, sind frei zugänglich. Sie müssen
zur Kontrolle einsehbar sein. Hierzu müssen die einzelnen Behälter einen ausreichenden
Abstand von Wänden haben. Die geforderten Wandabstände sind in den behördlichen
Zulassungen verzeichnet. Falls hier keine Daten zu finden sind, muss ein Abstand von 40
cm rund um die Behälter eingehalten werden.
Die Tankanlagen bestehen aus einem oder mehreren ein- oder doppelwandigen Tanks aus
Kunststoff oder Stahlblech. Die einzelnen Tanks haben herstellerseitig eine
Bauartzulassung, die in den meisten Fällen vom Deutschen Institut für Bautechnik
erteilt wird. Ein mitgeliefertes Zertifikat gibt hierüber Auskunft.
Tanks bieten immer den sogenannten Primärschutz. Einwandige Tanks benötigen einen
Sekundärschutz in Form einer Auffangwanne. Sie muss die gesamte Flüssigkeit im Fall
einer Leckage aufnehmen können. Der Auffangraum muss mit einer zugelassenen
Beschichtung versehen sein, der ihn komplett abdichtet.
Sogenannte doppelwandige Tanks für den oberirdischen Einsatz sind in Wirklichkeit
einwandige Tanks mit Auffangwanne, die als konstruktive Einheit geliefert werden. Sie
benötigen keine weitere Auffangwanne.
Heute kommen fast ausschließlich doppelwandige Kunststofftanks für die Lagerung von
Heizöl in Kellern und Abstellräumen zum Einsatz. Sie sind so sicher, dass sie meist
auch in hochwassergefährdeten Gebieten verwendet werden dürfen. Sie unterdrücken die
Absonderung von Heizölgerüchen. Damit könnten sie sogar im Wohnbereich eingesetzt
werden.
Unterirdische Tankanlage
Bild: unterirdische Tankanlage* (
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Unterirdische Tanks (Erdtanks) sind nicht frei zugänglich und nicht einsehbar. Sie
sind nicht zuletzt wegen ihrer aufwendigen Installation erheblich teurer als
Kellertanks. Dafür beanspruchen sie keinen Platz im Gebäude und bieten den Vorteil,
von außen erreichbar zu sein. Man kann mit Erdtanks eine Heizölversorgung organisieren,
bei der der Kunde sich nicht mehr um den Heizölvorrat kümmern muss.
Erdtanks sind doppelwandige Stahlbehälter mit herstellerseitiger Bauartzulassung. Diese
wird in den meisten Fällen vom Deutschen Institut für Bautechnik erteilt. Ein
mitgeliefertes Zertifikat gibt hierüber Auskunft.
Als Ersatz für eine Auffangwanne wird die Dichtheit eines Erdtanks ständig durch ein
selbsttätig wirkendes Leckwarngerät überprüft, das die Unversehrtheit eines
Flüssigkeits- oder Luftvolumens im Hohlraum zwischen den Tankswänden testet. Um die
ordentliche Funktion dieses Leckwarngeräts zu gewährleisten, wird es wiederkehrend
geprüft.
Erdtanks werden auf der Baustelle vor der Einlagerung in das Erdreich einer Überprüfung
der äußeren Isolierung mit Hochspannung (14 kV) unterzogen werden. Wenn bei der
Einlagerung der Behälter in das Erdreich Fehler gemacht werden, können schon nach
kurzer Zeit äußerlich Korrosionsschäden auftreten, die zu einem Durchrosten des
Außenmantels führen können.
Behälterausrüstung
Der zugelassene Grenzwertgeber zum Schutz vor Überfüllung: Er wird während der
Befüllung mit dem Tankwagen verbunden. Dort sorgt er bei drohender Überfüllung für ein
Notaus der Pumpe. Der Grenzwertgeber sollte nicht älter als 15 Jahre sein. Ältere Typen
sind meist defekt. Grenzwertgeber müssen auf die richtige Höhe eingestellt sein.
Das für die Tankbauart zugelassene Füllsystem. Es verbindet den Füllstutzen über die
Füllleitungen mit den Befüllöffnungen der Tanks. Jeder Steckmuffenverbindung des
Systems muss mit Schellen gesichert sein. Bei unterirdischen Tanks befindet sich der
Füllstutzen direkt am Tank.
Das für die Tankbauart vorgesehene Entnahmesystem. Es verbindet die Tanks über die
Betriebsrohrleitungen mit dem Brenner. Die Betriebsrohrleitungen werden in der Regel
nur noch im sicheren Einstrangsystem ohne Rücklaufleitung verlegt. Einwandige
unterirdische Rücklaufleitungen ohne nachweislich dichtes und beständiges Schutzrohr
sind unzulässig.
Das für die Tankbauart zugelassene Be- und Entlüftungssystem. Es verbindet die Be- und
Entlüftungsstutzen über die Be- und Entlüftungsleitungen mit der deutlich oberhalb der
Tanks befindlichen Be- und Entlüftungsöffnung.
Eine Füllstanderkennung. Kunststofftanks sind häufig direkt einsehbar. Allerdings
erblinden sie nach einigen Jahren. Ein Peilstab oder Peilrohr funktioniert sicher. Es
ist aber auf Grund fehlender Höhe bei Kellertanks nicht immer einsetzbar. Neue Anlagen
haben mechanische oder besser noch elektronische Füllstandanzeiger.
*Quelle: Der sichere Heizöltank, Hessisches Ministerium für Umwelt,
Landwirtschaft und Forsten, Mainzer