Die Ölheizung - ein Klassikersicher und effizient heizen

Neben der Gasheizung gehört die Ölheizung in Deutschland zu den am meisten genutzten Heiztechnologien. Rund 24 Prozent aller Hauseigentümer nutzen Heizöl als Brennstoff. Vor allem in Süddeutschland ist die Ölheizung weit verbreitet. Leider sind ein Drittel aller Heizungsanlagen älter als 20 Jahre und verbrauchen somit mehr Energie als eigentlich nötig. Planen Sie den Neukauf oder Austausch Ihrer alten Heizungsanlage? Eine neue Öl-Brennwertheizung ist eine gute Alternative.

Für eine Ölheizung als Heiztechnologie spricht einiges:

Flexibilität - Der Brennstoff wird in eigens dafür vorgesehenen Tanks im bzw. am Haus gelagert. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, unabhängig und selbstständig zu entscheiden, wann Sie Heizöl kaufen und wieviel Heizöl Sie bestellen. So planen Sie Ihren Heizölkauf flexibel und sparen gleichzeitig.

Keine Gebühren oder laufende Kosten - Im Gegensatz zu einer leitungsgebundenen Heiztechnologie zahlen Sie keine Gebühren für einen externen Anschluss.

Nachhaltigkeit - Eine Ölheizung ist gut mit erneuerbaren Energien zu kombinieren.

Hoher Wirkungsgrad - Neue Ölheizungen nutzen den effektiven Brennwerteffekt. Das erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Heizkosten.

Heizsysteme im Vergleich

Wartung Ihrer Ölheizung

Spätestens wenn der Ölverbrauch Ihrer Heizung merklich ansteigt, oder Sie Ihre Heizung lauter als üblich hören können, wird es wieder Zeit für eine Wartungsüberprüfung. Besser ist es, Ihre Ölheizung vor Beginn der neuen Heizsaison warten zu lassen. Mit der regelmäßigen Wartung Ihrer Ölheizung sichern Sie sich nicht nur eine lange Lebensdauer Ihrer Anlage, sondern Sie sparen auch bares Geld. Denn nur eine optimal eingestellte und gut gepflegte Anlage funktioniert reibungslos.

Warum sollten Sie regelmäßig eine Heizungswartung durchführen?

  • sparen Sie Heizöl und reduzieren Sie Heizkosten
  • verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Ölheizung
  • reduzieren Sie das Risiko teurer Reparaturen oder eines Ausfalls der Heizung

Was gehört zur Wartung Ihrer Ölheizung?

  • Reinigung und Pflege von Kessel und Brenner
  • Austausch der Verschleißteile
  • Prüfung und Optimierung aller Regelungs- und Sicherheitseinstellungen

In der Regel dauert ein Wartungstermin ungefähr eine Stunde und wird einmal im Jahr durchgeführt.

Was kostet eine Wartung Ihrer Ölheizung?

Die Kosten für die Wartung Ihrer Ölheizung sind regional unterschiedlich. Auch der Umfang der Wartung bestimmt den Preis. Müssen zum Beispiel Verschleißteile ausgetauscht werden, erhöhen sich die Kosten entsprechend.

Hybrid-Heizungen - Was ist möglich?

Hybrid-Heizungen kombinieren in einer Heizungsanlage mindestens zwei verschiedene Wärmekonzepte und stehen für eine effiziente und sichere Energiegewinnung. In der Regel unterstützen erneuerbare Energieträger die alten, bewährten Heizungssysteme. Dabei wird die Umwelt durch die neuen Energien geschont. Zugleich werden Sie aber auch sicher mit Wärme durch Ihr Alt-System versorgt. Von Nachteil sind die höheren Investitionskosten. Beide Systeme müssen installiert und gewartet werden. Jedoch rechnet sich die Ergänzung mit erneuerbaren Energien, da sie langfristig kaum Kosten verursachen und durch die geringere Nutzung des bisherigen Heizsystems Kosten einsparen.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Die erneuerbare und auch günstigere Energie wird genutzt, wann immer sie ausreichend Energie zur Verfügung stellt. Fällt sie weg, springt die Anlage automatisch auf eine zur Verfügung stehende Alternative um. Wenn zum Beispiel die Sonne nicht scheint und die Photovoltaikanlage keine Energie liefern kann, schaltet die Anlage automatisch auf die Öl- oder Gasheizung um. Kombinieren Sie eine moderne Öl-Brennwertheizung mit einer alternativen Energiequelle, verlängern Sie automatisch die Reichweite Ihrer Tankfüllung. Kombinieren Sie die Öl-Brennwerttechnik mit Solar und Kamin, kann sich die Reichweite von 12 Monaten auf bis zu 25 Monate erweitern. Das spart Heizkosten und Sie leisten einen Beitrag zum Umweltschutz. Hier finden Sie einige der interessantesten Kombinationsmöglichkeiten:

Ölheizung/Solarthermie

Etwa jeder dritte Nutzer einer Hybrid-Heizung kombiniert die Ölheizung mit einer Solaranlage. Dies macht die Kombination der Heizungssysteme zur beliebtesten in Deutschland. Aufgrund längerer Sonnenzeiten arbeiten Solarkollektoren vor allem von Frühling bis Herbst sehr effektiv. Sobald die Sonne nicht mehr für ausreichend Wärme für Ihr Zuhause produziert, springt die Ölheizung wieder ein. Auch bei geringerer Sonneneinstrahlung im Winter entlastet die Solaranlange Ihre Ölheizung. Sie sparen daher Heizöl und schonen die Tankanlage durch die geringere Nutzung. Im Gegensatz zur Photovoltaikanlage wird bei der Solarthermie kein Strom, sondern Wärme gewonnen. In den Sommermonaten schafft es eine Solarthermie-Anlage durchaus, die Warmwasserbereitung in einem Einfamilienhaus komplett zu übernehmen. In den Übergangsmonaten und im Winter dient die Anlage lediglich der Entlastung Ihrer Heizung, da die gewonnene Wärme alleine nicht ausreicht, Sie verlässlich mit Wärme zu versorgen.

Gut zu wissen: Mit einer unterstützenden Solarthermie-Anlage sparen Sie bis zu 30 Prozent Heizöl!

Ölheizung/Photovoltaik

Bei dieser Art der Hybrid-Heizung wird durch eine Photovoltaikanlage Strom gewonnen, der primär den Strombedarf im Haus abdeckt. Ist dieser Strombedarf gedeckt, wird der Überschuss zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen genutzt. Auch bei dieser Kombination sparen Sie Heizöl und schonen Ihre Ölheizung durch die geringere Nutzung.

Ölheizung/Wärmepumpe

Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Boden oder Grundwasser) Wärme und gibt sie als Heizenergie in Ihrem Zuhause ab. Abhängig von der Umgebungstemperaturen variiert auch die Effizienz der Wärmepumpe. Je mehr sich die Umgebungstemperatur von der gewünschten Heiztemperatur unterscheidet, desto höher ist der Energieaufwand. Da die Wärmepumpe also besonders effektiv arbeitet, wenn die kombinierte Heiztechnologie nur einen geringen Wärmeunterschied benötigt, ist sie für das Erwärmen von Fußbodenheizungen sehr gut geeignet.

Ölheizung/Kamin

Sie sind Liebhaber eines gemütlich knisternden Kaminfeuers? Auch mit einem Kamin als Ergänzung zum herkömmlichen Heizsystem, bietet sich Ihnen eine effiziente und umweltfreundliche Alternative.

Mithilfe einer Wassertasche, die mit einem zentralen Pufferspeicher verbunden ist, kann ein Kamin zu einer sinnvollen und leistungsfähigen Alternative fürs ganze Haus werden. Der Kamin selbst wird mit einem Zu- und Ablauf ausgestattet und ist so an das Heizungssystem angeschlossen. Durch die Wärme des Feuers wird Wasser erhitzt, welches in einen Wärmespeicher gelangt. Die gespeicherte Wärme kann dann über einen zentralen Verteiler in allen Heizkörpern eingesetzt werden. Die überschüssige Wärme wird anschließend in einem zentralen Pufferspeicher gespeichert.

Und falls die Wärme des Kamins doch mal nicht ausreicht, übernimmt Ihre Ölheizung den Rest. So nutzen Sie zum größten Teil einen umweltfreundlichen und günstigen Brennstoff und Ihr Zuhause bleibt jederzeit angenehm warm.

Ölheizung/Kamin/Solarthermie

Die drei Komponenten Öl-Brennwertheizung, Solarthermie und Kaminofen ergänzen sich wunderbar. Mit dieser Kombination kommen Sie in den Genuss, die Vorteile aller drei Komponenten voll auszuschöpfen. Die Solarthermieanlage erzeugt im Sommer ausreichend Wärme. Im Winter gleichen Sie die weniger erzeugte Wärme der Solarthermieanlage durch Ihren Kamin aus. Und die Ölheizung springt nur noch ein, wenn beide Wärmequellen den Bedarf für Ihre vier Wände nicht mehr decken.

Förderung sichern - So unterstützt Sie der Staat

Um Ihnen den Wechsel auf eine effizientere Öl-Brennwertheizung oder die Erweiterung auf erneuerbare Energien zu erleichtern, bietet der Staat vielfältige Förderungen oder Kredite an. Einige Fördermöglichkeiten finden Sie hier:

BAFA

Quelle: © Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet das Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbarer Energie". Mit diesem Programm fördert das Bundesamt für Ölheizungen einen neuen Brenner oder den Einbau von Solarthermieanlagen. Mit dem Förderprogramm “Nachträgliche Optimierung” können Sie mit Unterstützung der BAFA eine bereits geförderte Heizung optimieren.

KFW

© KfW-Bildarchiv / Rüdiger Nehmzow

Die KFW ist eine bundeseigene Förderbank. Sie unterstützt unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien und die Optimierung Ihrer Heizung mit umfangreichen Fördermitteln. Zum Thema Heizung sind besonders KfW-Förderprogramme wie “Optimierung einer Heizungsanlage” und “Mit erneuerbaren Energien heizen” interessant.

Besser flüssig bleiben

© IWO

Um den größtmöglichen Vorteil aus den vielen verschiedenen Fördertöpfen zu ziehen, sollten Sie sich die richtige Unterstützung suchen. “Besser flüssig bleiben” ist ein Gratis-Fördermittelservice. Die Experten dieses Services suchen Ihnen nicht nur die passenden Förderprogramme heraus, sondern übernehmen auch den kompletten Prozess von der ersten Beratung und Antragstellung bis hin zur Auszahlung. So sind Sie bestens für die Zukunft gerüstet.