Preisvergleich:

Heizölpreise bleiben auf Jahrestief

16.05.2024, 09:18 Uhr von

2024-05-16T07:18:37.000Z
Heizölpreise bleiben auf Jahrestief (16.05.2024)

Internationaler Markt

Die Rohölpreise stehen am heutigen Morgen erneut bei 83 Dollar je Barrel. Nach dem steilen Rückgang in der zweiten Aprilhälfte ist nun wie erwartet etwas mehr Ruhe bei den Ölbörsen eingekehrt. Die schwache Ölnachfrage wird im Moment durch neue Zinshoffnungen in den USA ausgeglichen. Aktuelle Inflations- und Konsumdaten erhöhen im Moment die Chance auf erste Zinssenkungen ab dem Herbst.

An diesem Patt der Marktkräfte konnte gestern auch der mit Spannung erwartete Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) nichts ändern. Demnach soll die Ölnachfrage in diesem Jahr um etwas mehr als ein Prozent zulegen. Das OPEC-Sekretariat hingegen, das am Dienstag seine neue Prognose veröffentlicht hatte, erwartet einen doppelt so starken Zuwachs.

Unterschiede in diesem Umfang sind so spät im Jahr eher ungewöhnlich. Die Händler müssen sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Szenarien entscheiden: Einem gut versorgten Markt oder einem stark unterversorgten Markt. Im Moment hat die IEA offenbar die Nase vorn, denn die Preise und Margen entwickeln sich weltweit eher schwach. 

Dramatischer geht es in Kanada zu. Dort zeigt sich im Moment die bittere Ironie der Öl- und Klimageschichte: Große Waldbrände gefährden ausgerechnet das Zentrum der kanadischen Ölbranche. Einige Vororte der Ölstadt Fort McMurray wurden vorsorglich evakuiert. 

Bei keiner anderen Ölproduktion werden so viele Klimagase und Schadstoffe freigesetzt wie bei den kanadischen Ölsanden. Der politische Druck wächst. Die Ölbranche will ihre CO2-Emissionen verringern, aber nur, wenn die Steuerzahler den größten Teil der Kosten übernehmen.

Die neuen Wochendaten zum amerikanischen Ölmarkt fielen dagegen unauffällig aus. Die Rohölbestände schrumpften um 2,5 Mio. Barrel, während die Lagermengen bei den Hauptprodukten (Diesel/Benzin) stabil blieben. Dasselbe gilt für die Ölförderung und die Gesamtnachfrage in den USA. Hier zusammenfassend die aktuellen Werte aus dem Wochenbericht des amerikanischen Energieministeriums (DOE) und des Branchenverbandes der Ölindustrie (API). Die Daten zeigen die Veränderungen zur Vorwoche: 

Rohöl: -2,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,1 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +/-0,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,7 Mio. Barrel (API)
Benzin: -0,2 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,3 Mio. Barrel (API) 
Ölproduktion in den USA: 13,1 Mio. Barrel pro Tag (0,9 Mio. über Vorjahreswert)
Ölnachfrage in den USA (4-Wochen-Durchschnitt): 20,1 Mio. Barrel pro Tag (0,1 Mio. über Vorjahreswert)

Die Tage mit nur geringen Preisaufschlägen setzen sich zum heutigen Handelsstart in Europa fort. Brent-Rohöl kostet aktuell 83,21 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steht bei 79,08 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Rotterdamer Gasoil notiert bei 750,25 Dollar je Tonne Preise steigen. Der US-Dollar ist 0,9192 Euro wert Preise fallen. Damit steht der Euro bei 1,0877 Dollar Preise steigen. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise stehen am Morgen auf einem neuem Jahrestief. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt einen landesweiten Durchschnittspreis von etwas über 96 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3000 Liter). Allerdings halten sich die Preisveränderungen seit Anfang Mai in Grenzen. Damals lagen die Preise nur etwa einen Euro höher.

Niedrige Rohölpreise und vor allem die schwachen Preise für Gasoil, dem Vorprodukt der Raffinerien für Diesel und Heizöl, verhindern die Preiswende nach oben. Auch die überdurchschnittliche Zahl von Bestellungen kann den Preisverfall im Moment nicht stoppen. Noch immer nutzen viele Verbraucher die Gunst der Stunde und füllen ihre Heizöltanks. Das mathematische Tiefpreis-System rät im Moment ebenfalls wieder zum Kauf.

Das Schwarm-O-Meter, das die Kaufbereitschaft nach Preisanfragen misst, bleibt auf der mittleren Stufe. Die Kunden bleiben also wählerisch und stehen nicht unter Kaufdruck. Dazu passt, dass der Optimismus  weiterhin stark ausgeprägt ist, wie die tägliche Lesereinschätzung zeigt. 

Die Preisschwankungen sind seit Wochen gering. Eine dramatische Preiswende nach oben oder unten ist nicht in Sicht. Wer den Tank füllen will oder muss, findet im Moment attraktive Angebote.

In jedem Fall gilt jedoch: Nichts ist billiger und klimaschonender als Heizöl, das nicht verbrannt wird. Reduzieren Sie Ihren Verbrauch und überdenken Sie Ihre aktuelle Heizlösung, auch angesichts der globalen Klimakrise und steigender CO2-Abgaben. Die Verbraucherzentralen halten zahlreiche Tipps und Empfehlungen bereit. 

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Heizölpreise-Chart vom 16. Mai 2024

Heizölpreise-Chart vom 16.Mai 2024
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 16 Mai 2024, pro 100 Liter (links) und 3.000 Liter (rechts). Preise inkl. MwSt.

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