Zum Seiteninhalt

Heizölmarkt wacht auf. Preisschwäche löst zahlreiche Bestellungen aus

von Steffen Bukold

Heizölmarkt wacht auf. Preisschwäche löst zahlreiche Bestellungen aus

Internationaler Markt

Die Ölpreise fallen: Brent-Rohöl kostet am Morgen nur noch knapp 87 Dollar je Barrel, rund acht Prozent weniger als zu Wochenbeginn. Die US-Sorte WTI testet bereits die Marke von 80 Dollar. Aktueller Auslöser des Preisrutsches sind diplomatische Fortschritte zwischen Iran und Oman.

Am Montag sorgten bereits die eher hilflosen Versuche der Trump-Administration, die „härtesten Sanktionen der Wirtschaftsgeschichte“ gegen den Iran auf die Beine zu stellen, für schwache Preise. Washington wollte offenbar eine Konfrontation mit China, also Irans wichtigstem Ölkunden, vermeiden. Da bereits zahlreiche Sanktionen in Kraft sind, blieb es bei einer verbalen Kraftmeierei. Der Markt interpretierte die Statements als Deeskalation. Dazu passt, dass die USA offenbar ihre Diplomaten in die evakuierten Botschaften der Region zurückschicken wollen.

Gestern nun haben sich der Iran und der Oman anscheinend auf ein Management der Straße von Hormus verständigt. Geplant sind ein gemeinsam verwalteter Schifffahrtskorridor durch die Meerenge sowie ein Projekt zur Räumung der Minen. In technischen Verhandlungen sollen nun die Details geklärt werden. Gestern passierten nach Daten des Analysehauses Kpler nur fünf Handelsschiffe die Meerenge; der Zehn-Tage-Durchschnitt liegt bei 15 Schiffen. 

Keine Entspannung ist dagegen im Ukrainekrieg in Sicht. Russland plant offenbar, das Exportverbot für Diesel über den September hinaus zu verlängern, möglicherweise bis zum Jahresende. Nach weiteren ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Raffinerien ist die Versorgung offenbar so angeschlagen, dass an vielen Tankstellen der Kraftstoff rationiert werden muss.

Eher neutral fielen neue Daten zum amerikanischen Ölmarkt aus. Der Branchenverband API hat seine Schätzungen für die Lagerbestände vorgelegt. Die API-Werte zeigen einen Aufbau bei den Rohölbeständen um 4,2 Mio. Barrel. Allerdings schrumpften die Lager der wichtigsten Ölprodukte (Benzin, Diesel/Heizöl) um etwa dieselbe Menge. Die detaillierteren Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) folgen heute um 16:30 Uhr. 

Die Ölbörsen starten wie erwartet mit kräftigen Preisabschlägen in den neuen Handelstag. Brent-Rohöl kostet aktuell 86,58 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 80,32 US-Dollar je Barrel Preise fallen. ICE-Gasoil wird zu 1186,50 Dollar je Tonne gehandelt Preise fallen. Der US-Dollar ist 0,8567 Euro wert Preise stagnieren. Der Euro steht bei 1,1670 Dollar Preise stagnieren. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Auch im deutschen Heizölmarkt setzt sich der Abwärtstrend bei den Preisen fort. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt am Morgen einen landesweiten Durchschnittspreis von 130,65 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). Das sind immerhin vier Euro weniger als vor einer Woche.

Die Kaufbereitschaft ist in dieser Woche stark gestiegen. Die Zahl der Bestellungen liegt jetzt weit über dem Durchschnitt. Auch das esyoil Tiefpreissystem, das Preistrends auswertet, rät zum Kauf.

Viele Haushalte decken sich jetzt für den Winter ein, nachdem die Bestellungen über viele Monate hinweg aufgeschoben wurden. In der Lesereinschätzung haben die Preisoptimisten die Oberhand gewonnen: 70 Prozent der Stimmen rechnen mit fallenden Preisen, nur noch 30 Prozent erwarten einen Anstieg.

Fazit: Die leichte Preisschwäche kommt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher zum richtigen Zeitpunkt. Wer vor einem leeren Tank steht, kann diese Gelegenheit jetzt nutzen. Wie lange sie anhält, ist völlig ungewiss, denn noch immer ist der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Eine erneute Eskalation der Lage ist jederzeit möglich.

Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Bleiben Sie informiert: Holen Sie sich unsere Heizöl-News in Ihre Google-Suche

So funktioniert's:

  1. Auf den Button „Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen" klickentippen.
  2. Im Google-Fenster „Bevorzugte Quellen" bei esyoil den Haken setzen.
  3. Fertig – esyoil erscheint nun bei passenden Suchen weiter oben.

Sie benötigen ein Google-Konto und müssen angemeldet sein. Die Auswahl können Sie jederzeit in den Google-Sucheinstellungen ändern.

Heizölpreise-Chart vom 26. August 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 26. August 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 26. August 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

Lesen Sie auch: