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Trump will Krieg rasch beenden. Ölpreise fallen

von Steffen Bukold

Tortendiagramm zu Primärenergie-Verbrauch in Deutschland

Internationaler Markt

Kurswechsel im Ölmarkt: Die Ölpreise geben heute deutlich nach. Brent-Rohöl fiel zeitweise unter die 100-Dollar-Marke und kostet im Moment 101 Dollar je Barrel.

Die Auslöser für den Preisrutsch sind allerdings vage. Noch unbestätigt ist die Meldung, dass die iranische Staatsführung zu einem Waffenstillstand bereit sei. Konkreter ist dagegen die Nachricht, dass US-Präsident Trump heute Abend eine Ansprache an die Nation halten will. 

Schon gestern teilte er Medienvertretern mit, dass die USA ihre militärischen Aktionen in „zwei oder drei Wochen“ beenden werden. Alle Ziele seien erreicht. Der Iran werde „nie wieder“ Atomwaffen entwickeln können. Auch der Regime Change sei erreicht, denn die neue Staatsführung sei „erheblich vernünftiger“. Die Sache sei bald erledigt und die Benzinpreise in den USA könnten dann umgehend wieder fallen. 

Im Moment sieht es also danach aus, dass die USA so rasch wie möglich aus dem Konflikt aussteigen wollen. Der Rest der Welt soll den Scherbenhaufen anschließend zusammenfegen. Die Kurzlebigkeit solcher Statements und Ankündigungen aus dem Oval Office ist eigentlich bekannt, aber heute herrscht breite Zuversicht, dass der Krieg am Persischen Golf nun doch bald enden könnte. Die Aktien steigen weltweit, Ölpreise und Dollar fallen.

Weniger Aufmerksamkeit erhielt Trumps Äußerung, dass sich von nun an andere Nationen um die Sicherung der Straße von Hormus kümmern sollten. Die USA hätten nichts mehr damit zu tun. Das sollte bei den Ölhändlern in Europa und Asien eigentlich die Alarmglocken schrillen lassen, denn Teheran macht keinen Hehl aus seiner Absicht, die Meeresenge von nun an politisch zu nutzen. Hohe „Transitgebühren“ und eine Sortierung der Schiffe nach Freund und Feind sind zu erwarten.

Die Ölexporte aus dem Persischen Golf könnten also selbst nach dem Ende der Luftangriffe der USA noch längere Zeit gestört bleiben. Dafür sprechen auch zwei weitere Gründe: Zum einen bleibt unklar, wie sich Israel verhalten wird. Tel Aviv will entweder einen wirklichen Regimewechsel im Iran oder eine dauerhafte Schwächung des Landes. Weder das eine noch das andere ist bisher erreicht. Zum anderen wird es dauern, bis die Ölexporte wieder stetig fließen können. In den ersten Tagen können die übervollen Tanklager an Land die Öltanker füllen. Aber dann müssen die zum Teil stillgelegten Ölfelder wieder in Betrieb genommen werden. Das ist bei den alten Feldern in Nahost eine mühsame und zeitraubende Angelegenheit.

Trotzdem ist heute an den Ölbörsen Optimismus angesagt. Brent-Rohöl kostet im Moment 101,05 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 98,07 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Rotterdamer Gasoil wird zu 1313,25 Dollar je Tonne gehandelt Preise fallen. Der US-Dollar ist 0,8627 Euro wert Preise fallen. Der Euro steht bei 1,1568 Dollar Preise steigen. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsstart.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise fallen und folgen damit den schwächeren Preisen für Rohöl und Gasoil. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt aktuell einen landesweiten Durchschnittspreis von 139 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). 

Das sind immerhin vier Euro weniger als gestern um diese Uhrzeit. Die Dieselpreise an den Tankstellen bleiben dagegen im Moment noch in der Nähe des Jahreshochs. Heute greifen dort zum ersten Mal die neuen Regeln. Die Tankstellenpreise dürfen nur noch einmal pro Tag um 12 Uhr mittags erhöht werden. In den folgenden 24 Stunden dürfen sie nur noch fallen oder unverändert bleiben.

Im Heizölmarkt ist im Vergleich dazu weniger los. Die Zahl der Bestellungen ist nach wie vor gering. Der Anteil der Preispessimisten ist leicht gesunken. In der täglich erhobenen Lesereinschätzung haben sie noch einen Anteil von 52 Prozent.

Fazit: Die Preise geben heute nach, aber eine Rückkehr der Heizölpreise zum Vorkriegsniveau unter 100 Euro ist noch nicht in Sicht. Es ist im Moment völlig unklar, wie schnell sich die Ölexporte aus der Kriegsregion normalisieren werden. Wer noch ausreichende Reserven im Tank hat und ein Ende der Hochpreisperiode abwarten will, muss sich weiterhin in Geduld üben.

Im Moment gilt daher nach wie vor: Nichts ist billiger und klimaschonender als Heizöl, das nicht verbraucht wird. Reduzieren Sie Ihren Heizölbedarf und überdenken Sie Ihre aktuelle Heizlösung. Die Verbraucherzentralen halten Tipps und Empfehlungen bereit. 

Heizölpreise-Chart vom 01. April 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 01. April 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 01. April 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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