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Ölpreise: Nahost und Hurrikan sorgen für neue Unsicherheit

von Claudia Lohse

Ölpreise: Nahost und Hurrikan sorgen für neue Unsicherheit

Internationaler Markt

Die Ölpreise haben ihren gestrigen Rückgang über Nacht vollständig wettgemacht. Brent-Rohöl startet heute Morgen bei 101 Dollar je Barrel.

Für neue Unsicherheit sorgt der Iran, der wieder verstärkt Tanker in der Straße von Hormus angreift. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einem möglichen Hurrikan im Golf von Mexiko. Es wäre der erste Hurrikan der Saison. Nach Einschätzung der Meteorologen könnte sich das heranziehende Tief bis Donnerstag oder Freitag zu einem ausgewachsenen Sturm entwickeln, mit möglichen Folgen für die wichtige US-Ölinfrastruktur.

Für die Ölbörsen sind Hurrikans in dieser Region von besonderer Bedeutung: Allein die Raffinerien an der US-Golfküste stehen für etwa die Hälfte der gesamten US-Verarbeitungskapazität von täglich 18,2 Millionen Barrel. Hinzu kommen die Offshore-Anlagen, auf die rund 15 Prozent der US-Rohölförderung entfallen. Einige Unternehmen haben bereits begonnen, ihr Personal vorsorglich in Sicherheit zu bringen.

Dabei hatten die Ölnotierungen im Tagesverlauf gestern noch ordentlich nachgegeben. Für Entspannung sorgte weiterhin die Einschätzung, dass die Ölexporte vom Persischen Golf inzwischen fast 80 Prozent des Vorkriegsniveaus erreicht haben. Die meisten der dortigen Ölproduzenten haben Mittel und Wege gefunden, wieder mehr Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Einzig die iranischen Ölexporte fallen aufgrund der anhaltenden US-Seeblockade aus.

Mindestens 50 mit iranischem Öl oder Ölprodukten beladene Frachter sollen derzeit nahe der Küste Irans auf ihre Weiterfahrt warten. Weitere 20 Schiffe aus dem Iran sollen vor Sri Lanka und eines vor der Küste Omans ohne Fracht ankern. Die islamische Republik versucht offenbar, mit den Angriffen die Unsicherheit für die internationale Schifffahrt weiter zu erhöhen und damit neuen Druck auf den Ölmarkt aufzubauen.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie anfällig die Erholung der Ölexporte im Nahen Osten nach wie vor ist. Nicht nur die Passage durch die Straße von Hormus bleibt risikoreich, auch Energieinfrastruktur kann jederzeit zum militärischen Ziel werden.

Die Ölpreise suchen heute Morgen noch ihre Richtung. Das Barrel der US-Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) steht aktuell bei 89,43 Dollar Preise steigen. Brent kostet 100,83 US-Dollar das Barrel Preise steigen. Eine Tonne Gasöl wird zu 1399,75 Dollar gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8930 Euro Preise steigen. Damit ist der Euro für 1,1195 Dollar zu haben Preise fallen. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise ziehen heute Morgen an. Der bundesweite Durchschnittspreis liegt zur Stunde in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz bei 163,60 Euro je 100 Liter (Standardlieferung 3.000 Liter).

Entspannungssignale bei der Rohölverfügbarkeit aus dem Nahen Osten sorgten zuletzt für eine schrittweise Abwärtsbewegung hierzulande. Das Potenzial für deutlich sinkende Heizölpreise bleibt jedoch beschränkt, solange die Sicherheitsrisiken für Öltransporte im Nahen Osten hoch sind, Raffinerieprodukte knapp bleiben und die Niedrigwassersituation auf dem Rhein anhält.

Die Kaufbereitschaft der Heizölkunden – bemessen anhand der tatsächlich aufgegebenen Bestellungen nach einer Preisanfrage – liegt dennoch auf dem zweithöchsten Niveau. Bei der Preiserwartung dominiert gleichzeitig die Hoffnung auf günstigere Kaufgelegenheiten: In der tagesaktuellen Lesereinschätzung rechnen 77 Prozent der Befragten mit sinkenden Preisen.

Was bedeutet die aktuelle Lage für alle Unentschlossenen? Ein deutlicher Preisrückgang ist vorerst nicht zu erwarten. Wer in absehbarer Zeit Nachschub bestellen muss, sollte daher einen gestaffelten Einkauf in Betracht ziehen. Mit einer Teilbestellung lässt sich der akute Bedarf decken, während die Möglichkeit bestehen bleibt, bei später nachgebenden Preisen nachzukaufen.

Darüber hinaus gilt mehr denn je: Zukunftsfähig werden wir nur, wenn wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln.

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Heizölpreise-Chart vom 07. Oktober 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 07. Oktober 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 07. Oktober 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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