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Mit neuen Angriffen in der Golfregion wächst die Eskalationsgefahr – Ölpreise steigen

von Claudia Lohse

Mit neuen Angriffen in der Golfregion wächst die Eskalationsgefahr – Ölpreise steigen

Internationaler Markt

Eigentlich sollte der Gesprächskanal zwischen den USA und dem Iran wieder offen sein. Doch die Verhandlungen über ein Ende des Krieges und die Öffnung der Straße von Hormus kommen nicht voran. Stattdessen haben die gegenseitigen Angriffe zugenommen. An der Ölbörse steigt damit die Risikoprämie und mit ihr die Ölpreise. Brent-Rohöl startete am Morgen bei 95,80 Dollar je Barrel.

Nach Trumps Telefonat mit Netanjahu wurde die israelische Offensive im Libanon gestoppt und eine Teilwaffenruhe vereinbart. Iran hatte zuvor wegen der Kämpfe die Gespräche mit Washington abgebrochen. Noch zu Wochenbeginn hatten die Marktteilnehmer diese Entwicklung positiv bewertet und deshalb auf eine zügige Fortsetzung der Verhandlungen gehofft.

Aus dem Iran heißt es nun, man habe seit mehreren Tagen keinen Kontakt mit den USA gehabt. Präsident Trump kontert, diese Aussage sei „falsch und irreführend“. Zwischenzeitlich hieß es zudem, der Iran würde den letzten US-Vorschlag prüfen und Washington warte auf eine Antwort.

Fakt ist jedoch, dass Iran in der vergangenen Nacht mehrere Golfstaaten angegriffen hat, in denen sich US-Militärbasen befinden. Nach US-Meldungen sollen Raketen abgefangen worden sein. Bei einem Drohnenangriff wurde allerdings der internationale Flughafen von Kuwait getroffen. Iran spricht von Vergeltung. Zuvor hatte das US-Militär einen unbeladenen Öltanker, der einen iranischen Hafen anlaufen wollte, durch gezielten Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt. Zudem soll es Angriffe auf eine iranische Insel gegeben haben.

Vor diesem Hintergrund fragen sich die Händler am Ölmarkt, ob die Verhandlungen überhaupt weiterlaufen. Nach einem Schritt in Richtung Deeskalation sieht es unter den aktuellen Vorzeichen jedenfalls nicht aus. Zudem warnte die Internationale Energieagentur gestern davor, dass die weltweiten Ölbestände im Sommer auf ein kritisches Niveau sinken könnten.

Mit jedem Tag, an dem die wichtige Seefahrtsroute im Persischen Golf blockiert bleibt, verknappen sich die globalen Ölvorräte und die Gefahr deutlicher Preissteigerungen durch Knappheit nimmt zu. Solange die diplomatischen Kontakte nicht merklich in Gang kommen, dürfte die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt hoch bleiben.

Heute Morgen steigen die Ölnotierungen deutlich. Das Barrel der US-Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) steht aktuell bei 96,31 Dollar Preise steigen. Brent kostet 98,48 US-Dollar das Barrel Preise steigen. Eine Tonne Gasöl wird zu 1138,00 Dollar gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8610 Euro Preise steigen. Damit ist der Euro für 1,1612 Dollar zu haben Preise fallen. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise ziehen an. Sie reagieren auf den Preisanstieg am internationalen Ölmarkt, der durch neue Kampfhandlungen im Nahen Osten ausgelöst wurde. Am Morgen liegt der bundesweite Durchschnittspreis in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz bei 123,50 Euro je 100 Liter (Standardlieferung 3.000 Liter).

Heizölkunden haben zuletzt erlebt, dass rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erneut mehr versprochen wurde, als gehalten werden konnte. Die Hoffnung auf einen weiteren Preisrückgang wurde damit enttäuscht. Entsprechend fällt die Erwartung inzwischen verhaltener aus: In der tagesaktuellen Lesereinschätzung rechnen weniger Befragten als zuletzt künftig mit sinkenden Preisen.

Nur eine Öffnung der Meerenge von Hormus könnte spürbare Preisentlastung für Heizölkunden bringen. Fortschritte in diese Richtung sind allerdings wieder in weitere Ferne gerückt.

Orientierungshilfe für alle Unentschlossenen: Wer kurzfristig bestellen muss, kann sich aktuell vor allem gegen weitere Aufschläge absichern oder auf kleinere Rückgänge spekulieren, falls positive Schlagzeilen erneut Hoffnung verbreiten. Auch das Bestellen einer Teilmenge bleibt eine sinnvolle Alternative.

Darüber hinaus gilt mehr denn je: Zukunftsfähig werden wir nur, wenn wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln.

Heizölpreise-Chart vom 03. Juni 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 03. Juni 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 03. Juni 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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