Zum Seiteninhalt

Ölmarkt blickt gespannt Richtung Oman. Ölpreise treten auf der Stelle

von Steffen Bukold

Tortendiagramm zu Primärenergie-Verbrauch in Deutschland

Internationaler Markt

Die Ölpreise sind heute Morgen auf demselben Niveau wie vor 24 Stunden. Brent-Rohöl kostet unverändert 68,3 Dollar je Barrel. Da im Ölmarkt relative Ruhe herrscht, blicken die Trader ohne Ablenkung auf das Ereignis des Tages, den Start der Gespräche zwischen Washington und Iran in Maskat, der Hauptstadt Omans. 

In den letzten Tagen sind die Ölpreise gefallen, denn im Moment halten die meisten Ölhändler eine Eskalation für unwahrscheinlich. Zwar gab es seit der Vertreibung des Schahs und der Machtübernahme durch Ajatollah Khomeini im Jahr 1979 immer wieder Konflikte und Kriege zwischen dem ehemaligen Persien und dem Westen bzw. seinen arabischen Nachbarstaaten. Doch im Moment stehen sich zwei Regierungen gegenüber, die aggressiv auftreten, aber große außenpolitische Risiken eher scheuen. 

Teheran antwortete auf die Luftangriffe Israels und der USA im letzten Sommer und die Zerschlagung seiner Milizen mit Drohnen und Raketen, die jedoch nur geringe Schäden verursachten. Die iranischen Machthaber waren sichtlich bemüht, einen offenen Krieg zu vermeiden. Kein Wunder, denn sie haben alle Hände voll zu tun, ihre Macht im eigenen Land zu stabilisieren. Das Regime kann weder wirtschaftlich noch politisch Erfolge aufweisen. Das Land ist international fast völlig isoliert und ein großer Teil der Bevölkerung lebt mittlerweile unter der Armutsgrenze.

Trump wiederum ging bisher außenpolitisch nur überschaubare Risiken ein: der Coup in Venezuela, die Waffenhilfe für Israel und die eher halbherzige Unterstützung der Ukraine. Ein ausgedehnter Krieg gegen den Iran wäre im eigenen Land äußerst unpopulär, wäre aber nach dem Geschmack einiger seiner imperial denkenden Berater im Weißen Haus. Der US-Präsident selbst wird wohl hin- und hergerissen sein zwischen wahltaktischer Vorsicht und seinem narzisstischen Drang, dem Land und der Welt seinen Stempel aufzudrücken. Ob das nun als Kriegsherr oder als Friedensnobelpreisträger gelingt, ist zweitrangig.

Unwägbare Risiken gibt es also, auch für die Ölversorgung aus dem Persischen Golf. Vor allem die computergestützten Ölspekulanten werden den Nachrichtenticker nicht mehr aus den Augen lassen. Aber auch blitzschnelle Reaktionen sind kein Garant für Profite. Die Branche der „Algorithmic Trader“ hat drei Jahre Verluste hinter sich, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das ist das schlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2000. Das Mitgefühl der Ölverbraucher hält sich in Grenzen.

Zum Wochenende hin bleibt der Handel vorsichtig. Brent-Rohöl kostet aktuell 68,34 US-Dollar je Barrel Preise stagnieren. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 64,04 US-Dollar je Barrel Preise stagnieren. Rotterdamer Gasoil wird zu 703,25 Dollar je Tonne gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar ist 0,8478 Euro wert Preise stagnieren. Der Euro steht bei 1,1795 Dollar Preise stagnieren. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsstart.

Nationaler Markt

Der Heizölmarkt in Deutschland bietet ein ähnliches Bild wie die internationalen Ölbörsen. Die Preise bewegen sich kaum von der Stelle. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt am Morgen einen landesweiten Durchschnittswert von 92,8 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). 

Der ungewöhnlich kalte Winter sorgt für einen vergleichsweise hohen und stetigen Verbrauch an Heizöl. Trotzdem bleibt der Handel gut versorgt, da das Wetter und die schlechte Wirtschaftslage die Nachfrage nach Diesel im Lkw-Verkehr reduziert. Heizöl und Diesel sind aus Sicht der Ölraffinerien weitgehend identisch. Beide werden aus dem Vorprodukt Gasoil produziert.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher blicken zum Wochenausklang wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Die tägliche Lesereinschätzung zeigt, dass jetzt nur noch ein Viertel der Voten steigende Heizölpreise befürchtet. 

Der Verlauf der Iran-Gespräche ist schwer vorherzusehen, auch wenn im Moment wenig für eine Eskalation spricht. Wer vor einem leeren Tank steht, sollte sich rechtzeitig um Nachschub kümmern. Ein Ende des Winters ist noch lange nicht in Sicht.

Dabei gilt aber nach wie vor: Nichts ist billiger und klimaschonender als Heizöl, das nicht verbrannt wird. Reduzieren Sie Ihren Verbrauch und überdenken Sie Ihre aktuelle Heizlösung. Die Verbraucherzentralen halten Tipps und Empfehlungen bereit. 

Heizölpreise-Chart vom 06. Februar 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 06. Februar 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 06. Februar 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

Lesen Sie auch: