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Keine Lösung in Sicht: Konflikt am Persischen Golf ist festgefahren

von Steffen Bukold

Keine Lösung in Sicht: Konflikt am Persischen Golf ist festgefahren

Internationaler Markt

Die Rohölpreise bewegen sich heute den vierten Tag in Folge kaum von der Stelle. Die Leitsorte Brent kostet nach wie vor zwischen 84 und 85 Dollar je Barrel.

Auch die Lage am Persischen Golf hat sich nicht verändert. Die USA griffen in der letzten Nacht militärische Stellungen und nach iranischen Angaben auch Brücken an. Teheran antwortete mit Drohnen und Raketen auf amerikanische Militärbasen und die Energieinfrastruktur in der Region. 

Ein Ende der blutigen Auseinandersetzungen am Persischen Golf ist nicht in Sicht. Washington droht mit der Ausdehnung der Luftangriffe auf Kraftwerke und auf die iranischen Ölanlagen, schreckt aber vor einer Eskalation zurück. 

Das Regime in Teheran setzt darauf, dass die USA den bisherigen Kurs nicht mehr lange durchhalten können und droht seinerseits mit einer Ausweitung der Gegenschläge, falls Trump auch die iranischen Ölanlagen angreifen sollte.

Zusätzlich wachsen nun auch die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen. Sie droht den Saudis mit Angriffen auf den Schiffsverkehr im Bab al-Mandab. Die Meeresenge verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean und ist für die saudischen Ölexporte im Moment von zentraler Bedeutung. Vor wenigen Jahren war es den Huthis gelungen, mit zahlreichen Angriffen die Schifffahrt in der Region weitgehend lahmzulegen.

Die übrigen Länder am Persischen Golf sehen der Konfrontation hilflos zu. Ein Teil des Öls kann über andere Routen und in geringem Umfang auch durch die Straße von Hormus exportiert werden, aber die Mengen bleiben unter dem üblichen Niveau. Die globalen Ölmärkte gleichen die fehlenden Mengen durch Lagerabbau und eine geringere Ölnachfrage aus. 

Die Ölbörsen wirken orientierungslos. Die Preisbewegungen sind überschaubar. Nur die Preise für Gasoil (Diesel/Heizöl) legen kräftig zu. Brent-Rohöl kostet aktuell 84,71 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 79,69 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Rotterdamer Gasoil wird zu 1180,25 Dollar je Tonne gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar ist 0,8735 Euro wert Preise steigen. Der Euro steht bei 1,1445 Dollar Preise fallen. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Im deutschen Heizölmarkt legen die Notierungen am Morgen zu. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt aktuell einen landesweiten Durchschnittspreis von 131 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). 

Die Heizölpreise folgen damit dem Markt für Gasoil, also dem Vorprodukt der Raffinerien für Diesel und Heizöl. Die Gewinnmargen der Raffinerien sind im Moment auf dem höchsten Niveau seit vielen Jahren. Im internationalen Markt ist Diesel nach dem Ausfall der russischen Dieselexporte knapper und teurer geworden. 

Daher exportieren die deutschen Raffinerien mehr Diesel in die Nachbarländer oder nach Übersee. Das verknappt das Angebot in Deutschland und zieht damit auch hierzulande die Preise nach oben. Offenbar zum Verdruss der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Kaufbereitschaft im deutschen Heizölmarkt ist gering. 

In der täglich ermittelten Lesereinschätzung ist die Zahl der Preisoptimisten genauso groß wie die Zahl der Preispessimisten. Kein Wunder, denn im Moment weiß niemand, wie es im Ölmarkt weitergeht. Das gilt auch für Washington, Peking, Teheran oder Moskau. Die Konflikte sind festgefahren. Noch kann der Abbau der globalen Ölvorräte die Versorgung so komfortabel absichern, dass die Ölpreise im Rahmen bleiben. Doch allen ist klar: Das ist keine Dauerlösung.

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Heizölpreise-Chart vom 17. Juli 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 17. Juli 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 17. Juli 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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