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Ölpreise stabil. Unerwartet starker Lageraufbau in den USA 

von Steffen Bukold

Ölpreise stabil. Unerwartet starker Lageraufbau in den USA 

Internationaler Markt

Die Preisbewegung blieb in den letzten Tagen relativ ruhig. Brent-Rohöl steht am Morgen knapp unter 90 Dollar je Barrel. 

Die Lage an der Straße von Hormus ist unverändert. Nur wenige Schiffe passieren die Meeresenge. Pakistan, das zuletzt als Vermittler auftrat, räumt inzwischen offen ein, dass der Friedensprozess ins Stocken geraten sei. Iranische Quellen bestätigen, dass es bei den Gesprächen keinerlei Fortschritte gebe. 

Vom Ölmarkt selbst kommen hingegen beruhigende Nachrichten. Das OPEC-Sekretariat und die Internationale Energieagentur (IEA) haben ihre Prognosen für das Ölnachfragewachstum in diesem Jahr gesenkt. Die IEA rechnet mit einem Rückgang des Verbrauchs um 1,6 Mio. Barrel pro Tag. Gleichzeitig warnt die IEA aber, dass sich die Angebotslücke in diesem Quartal auf 1,8 Mio. Barrel pro Tag verdoppelt habe. Deshalb schrumpfen die Lagerbestände nach wie vor. 

Der Wochenbericht zum amerikanischen Ölmarkt meldete gestern hingegen einen starken Lageraufbau. Die gewerblichen Rohölbestände sprangen um enorme 17,4 Mio. Barrel nach oben und erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Die wichtigsten Ursachen waren schwächere Exporte bei gleichzeitig kräftig steigenden Importen. Hinzu kommt, dass die nationale Ölreserve in der Berichtswoche weitere 6,1 Mio. Barrel in den Markt gab.

Hier die Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) und die Umfragewerte des Branchenverbandes der Ölindustrie (API). Sie zeigen die Veränderungen der Lagerbestände im Vergleich zur Vorwoche:

∙ Rohöl: +17,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +9,1 Mio. Barrel (API)
∙ Heizöl und Diesel: ±0,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,6 Mio. Barrel (API)
∙ Benzin: -1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,5 Mio. Barrel (API)
∙ SPR-Rohöl (Staatliche Ölreserven der USA): -6,1 Mio. Barrel

Trotz dieser bearishen Zahlen reagierten die Ölbörsen nur wenig. Der Fokus liegt weiter auf der Geopolitik. Dazu gehört neben dem Persischen Golf auch Russland. Putin drohte, Handelsschiffe aus der EU zu beschlagnahmen und deren Ladung zu konfiszieren. Seit Ende Juni haben die EU-Staaten neun Tanker der russischen Schattenflotte festgesetzt. Die Ukraine setzt unterdessen ihre Angriffe auf russische Schiffe, Häfen und Raffinerien fort.

Doch für den Moment bleibt die Lage an den Ölbörsen ruhig. Brent-Rohöl kostet aktuell 88,85 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 83,06 US-Dollar je Barrel Preise fallen. Rotterdamer Gasoil wird zu 1249,50 Dollar je Tonne gehandelt Preise fallen. Der US-Dollar ist 0,8682 Euro wert Preise steigen. Der Euro steht bei 1,1521 Dollar Preise fallen. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Heizöl bleibt am Morgen in der Nähe des Dreimonatshochs. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt aktuell einen landesweiten Durchschnittspreis von 133,6 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter).

Die Kaufbereitschaft ist im Moment gering. Die Zahl der Bestellungen liegt leicht unter dem Durchschnitt. Die Rheinschifffahrt ist noch immer stark beeinträchtigt. Die Pegel fallen weiter. Das sorgt in manchen raffinerienahen Regionen für eine Überversorgung, während andere Regionen in Nordrhein-Westfalen oder Hessen schwerer zu versorgen sind. Doch ein akuter Mangel an Heizöl ist noch nicht in Sicht.

In der tagesaktuellen Lesereinschätzung halten sich Optimismus und Pessimismus die Waage. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher warten noch immer auf bessere Zeiten, um sich für den Winter zu versorgen. 

Die geringen Preisschwankungen der letzten Tage könnten allerdings trügerisch sein. Die Straße von Hormus bleibt blockiert. Auch die russischen und kasachischen Ölexporte sind unter Druck. Die Lage am Rhein ist kritisch. Es ist daher riskant, noch bis in den Herbst hinein auf „normale“ Heizölpreise zu warten. 

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Heizölpreise-Chart vom 13. August 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 13. August 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 13. August 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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