Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Griechenlands Woche

Diese Woche werden wir eine europäische Entscheidung erleben, die ein weiteres Rettungspaket für Griechenland beinhaltet und symptomatisch für den Umgang mit dem Finanzsystem ist. Die leichteste Lösung für das brennende Finanzproblem in Griechenland lautet noch mehr Geld auf den Scheiterhaufen zu werfen, damit er länger brennt. Die einfachste Forderung lautet, Griechenland aus der Eurozone herauszuschmeißen und sich selbst zu überlassen. Für ein neues Rettungspaket spricht in der Tat ein gewisses Ansteckungsrisiko für weitere Euroländer wie Portugal und Irland. Gegen ein weiteres Rettungspaket spricht, dass die strukturellen Probleme der öffentlichen Haushalte (ob deutsch oder griechisch) nicht durch noch mehr Geld gelöst werden. Geld, das auch Deutschland nicht hat, sondern sich leihen muss. Das immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte Gespenst der Ansteckungsgefahr für andere Euroländer und dem eigenen nicht weiter spezifizierten Interesse stelle ich die Verschleppungsgefahr (um in der medizinischen Sprache zu bleiben) und die Frage gegenüber, wer heute welches Interesse vertritt. Da es sich, wie viele Vertreter der Euroländer behaupten, in Griechenland nicht um eine generelle Zahlungsunfähigkeit, sondern ein einfaches Liquiditätsproblem handelt, kann die Verschleppung der Schuldenprobleme ziemlich lange so weiter gehen. Wenn der deutsche Heizölverbraucher auf einen Crash wartet, dann kann auch dies ziemlich lange dauern. Es dauert so lange bis kein Politiker, kein Notenbank-Chef und keine Bank mehr bereit ist, Geld auszugeben, dass ihm sowieso nicht gehört. Heute Morgen drücken die Konjunktursorgen jedenfalls schwerer als die Beruhigung am Devisenmarkt, sodass ein kleiner Preisnachlass beim Heizöl herauskommt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC erhöht die Förderquoten nicht
Unruhen in der arabischen Welt
Finanzmagier sehen höhere Ölpreise
US-Fahrsaison hat begonnen

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis erhöhen die Förderung
Markt ausreichend mit Öl versorgt
US-Konjunktur läuft nicht rund
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben weiter leicht nach, bleiben aber immer noch auf einer leicht ansteigenden Trendlinie. Mit der Einigung der Finanzminister der Euroländer ist bereits eine Menge Dampf aus dem Kessel genommen. Eine Beteiligung der Banken wird es wohl nicht geben. Eine symbolische Geste müsste sich an anderer Stelle erkauft werden. Unter dem Strich werden die sogenannten privaten Gläubiger an hohen Renditen, die eben doch ausfallsicher sind, gut verdienen. Es bleibt der Tipp, sich und sein Haus fit für die Zukunft zu machen. Deswegen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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