Unseren neuen Kommentar für den 20.06.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Zum Wochenausklang kundenfreundlicher

Internationaler Markt

Internationaler Markt

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer lag gestern auf der Veröffentlichung des OPEC-Monatsberichts und der DOE-Bestandsdaten. Der am Nachmittag veröffentlichte OPEC-Monatsbericht korrigierte aufgrund des guten Wirtschaftswachstums das Nachfragewachstum nach oben. Dem gegenüber steht, wegen des aktuell hohen Preisniveaus, auch ein nach oben korrigiertes Angebot der Produzenten außerhalb des Kartells. Dies wiederum senkt die Nachfrageprognose für Öl der OPEC-Produzenten. Unterm Strich geht die OPEC aber nach wie vor von einer Unterversorgung in 2018 aus, wenn auch weniger stark als in vergangenen Berichten. Nachhaltig richtungsweisende Impulse setzte dieser Bericht jedoch nicht.

Erst die am Nachmittag veröffentlichten Bestandsdaten des DOE trieben die Preise wieder nach oben. Die Rohölvorräte nahmen in dieser Woche ab. Diese Bewegung überraschte grundsätzlich nicht, fiel jedoch stärker aus als erwartet. Die Raffinierieauslastung ging zwar aufgrund saisonaler Wartungsarbeiten zurück, lag aber noch deutlich über dem Niveau der Vorjahreswoche. Aufgrund der Kältewelle in den USA erhöhte sich auch die Nachfrage nach Destillaten. So wurde hier ebenfalls ein Rückgang verzeichnet. Vor allem diese Aspekte wirkten sich preistreibend auf die Ölpreise aus. Die gestiegene US-Produktion hatte in dieser Woche wenig Einfluss, da eine Erholung der Produktion nach den Einschränkungen durch die Kältewelle ebenfalls erwartet wurde.

Die Veränderungen der US-Vorräte in den einzelnen Produktgruppen wurden vom DOE (Department of Energy) und vom API (American Petroleum Institute) wie folgt gemeldet:
Rohöl: -6,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. -5,1 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -3,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,6 Mio. Barrel (API)
Benzin: +3,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,8 Mio. Barrel (API)

Die Raffinerieauslastung lag bei 93 Prozent.

Über Nacht ergaben sich wieder deutliche Preisnachlässe. In der aktuell angespannten Marktsituation belastete eine Meldung zu deutlich gestiegenen Ölexporten der OPEC-Länder seit Beginn 2018. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den heute folgenden IEA Monatsbericht und aktuelle Konjunkturdaten. Hiervon werden weitere richtungsweisende Impulse erwartet.

Die Ölnotierungen starten heute Morgen unter dem Niveau von gestern Morgen in den Tag. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 63,26 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 68,71 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 608,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8143 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,2272 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise folgen den nachgebenden Rohölpreisen und orientieren sich heute Morgen deutschlandweit abwärts. Wie man in unserer aktuellen Heizölpreis-Tendenz gut sehen kann, befinden sie sich in der unteren Hälfte des leicht aufwärtsgerichteten Trendkanals unserer 3-Monatsansicht.100 Liter schwefelarmes Heizöl bei einer Standardlieferung (3000 Liter) kosten heute Morgen nur knapp über 60 Euro.

Der Binnenmarkt bleibt belebt. Unsere Kunden freuen sich über den Preisnachlass der letzten Tage und sichern sich mit einem Kauf ab. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Nimmt die Anzahl der Bestellungen im Verhältnis zu den Anfragen zu, spricht das für eine hohe Kaufbereitschaft. Aktuell steht die Kaufbereitschaft auf höchstem Niveau.
Unsere Lesereinschätzung liegt aktuell auf einem Wert von 80 Prozent für die Erwartung an fallende Heizölpreise. Die Aussagen des Schwarm-O-Meters und der Lesereinschätzung sind widersprüchlich. Das eine spricht sich für einen guten Kaufpreis aus, das andere steht auf einem Mehrheitswert für die Erwartung an fallende Heizölpreise.

In unserer kurzfristigen 3-Monatsansicht befindet sich der Heizölpreis im mittleren Bereich des aufwärtsgerichteten Trendkanals. Auch in den mittel- (12 Monate) bis langfristigen Ansichten (36 und 60 Monate) unserer Heizölpreis-Tendenz sind stabile Aufwärtstrends zu sehen. Einzig unsere längerfristige 120-Monatsansicht hält ihren Abwärtstrend.
Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Sollte Ihr Tank eine Füllung verlangen, kaufen Sie jetzt. Wollen Sie noch etwas spekulieren? Decken Sie sich mit Teilmengen ein! So bleibt Ihnen bei einem weiteren Anstieg wieder etwas mehr Spielraum.

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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