Unseren neuen Kommentar für den 17.01.19 finden Sie hier.


Heizölpreise von Produktionsrückgängen und -ausfällen gepusht

Internationaler Markt

Die Ölpreise präsentieren sich am Dienstagmorgen fest. Die Einschätzung, der Markt werde knapp versorgt bleiben, bekam gestern erneut Nahrung und ließ die Notierungen an ICE und NYMEX steigen. So soll die außer Betrieb genommene Syncrude Anlage in Kanada später als erwartet zur vollen Kapazität zurückkehren. Das Unternehmen Suncor geht von Anfang bis Mitte September aus. Bis dahin wolle man die Liefermengen schrittweise steigern. Zeitweise verursachte der Ausfall einen Rückgang von 360.000 Barrel täglich (B/T). Die Mengen fehlen vor allem dem US-amerikanischen Markt.

Zudem wurde gestern klar, dass in Libyen derweil keine schnelle Lösung ansteht. Die Ölhäfen bleiben vorerst geschlossen. Die Folge: Die Lagerstätten kommen an ihre Kapazitätsgrenzen und damit muss die Ölförderung in naher Zukunft immer stärker zurückgefahren werden. Bisher fehlen dem Markt aus Libyen 850.000 B/T. Davon ist hauptsächlich Europa betroffen. Zeitgleich gehen die Lieferungen aus dem Iran wegen der US-Sanktionen weiter zurück. Ersten Meldungen zufolge sollen sie bereits bei „null“ angelangt sein.

Die Marktteilnehmer bleiben skeptisch, ob die OPEC und ihre Mitstreiter die diversen Lieferausfälle kompensieren können. Zumal auch aus Venezuela ein weiterer erheblicher Rückgang erwartet wird. Gleichzeitig sorgen sie sich vor einem sich ausweitenden Handelsstreit, der die Weltwirtschaft ausbremsen könnte. In einer solchen Situation sind Anhaltspunkte für die Markteinschätzung gefragt. Und die kommen in dieser Woche mit den Monatsberichten. Heute Abend macht der Report der EIA, Statistikbehörde im US-Energieministerium, den Auftakt. Morgen folgt die OPEC und am Donnerstag die IEA, Statistikagentur der OECD, mit aktuellen Daten, die neue Erkenntnisse bringen könnten.

Bis dahin bleibt Zeit für Spekulationen. Zum Beispiel darüber, ob sich die Produktionsausfälle in Kanada in dieser Woche auf die US-Ölbestände ausgewirkt haben. Das American Petroleum Institute (API) wird in den späten Abendstunden die vorläufigen Zahlen zu den Ölbestandsveränderungen in den USA veröffentlichen. Interessant wird auch sein, ob sie sich in dieser Woche mit den offiziellen Zahlen des Department of Energy (DOE), die am Mittwochnachmittag folgen, decken werden.

An den Ölbörsen starten die Notierungen heute früh fester und tendieren aufwärts. Das Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zurzeit 74,28 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 78,54 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 675,75 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8581 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1740 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Heizöl wird heute Morgen in einigen Teilen Deutschlands teurer, so zeigt es die aktuelle Heizölpreis-Tendenz. Im Juli bewegten sich die Preise bislang in enger Spanne. Gut 67,50 Euro je 100 Liter kostet Heizöl durchschnittlich in den Morgenstunden bei einer Standardlieferung.

Frische Impulse vom internationalen Rohölmarkt könnten in dieser Woche wieder mehr Leben bringen. Heute früh bleibt die Haltung der Marktbeobachter abwartend. Das zeigt unser Schwarm-O-Meter für Heizöl mit einer mittleren Kaufbereitschaft an. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. In der Lesereinschätzung erwarten 80 Prozent künftig sinkende Preise.

Die Preistrends: Die kurzfristige 3-Monatsansicht zeigt abwärts. In der 6-Monatsansicht steht nach wie vor eine Richtungsentscheidung an. Für alle mittel- bis längerfristigen Zeiträume prognostizieren die Trendkanäle weiterhin steigende Preise. In der sehr langfristigen 10-Jahresansicht geht es unbeirrt abwärts.

Der Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt und Sie gern auf der sicheren Seite sind, dann sollten Sie bestellen. Wer einen Teil seines Bedarfs deckt, verschafft sich Luft und kann später bei einem etwaigen Preisabgang noch einmal zugreifen.

Um gute Kaufzeitpunkte optimal nutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm messen Sie den Füllstand Ihres Heizöltanks jederzeit einfach per Knopfdruck.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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