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Heizöl wird sprunghaft teurer

von Steffen Bukold

Heizöl wird sprunghaft teurer

Internationaler Markt

Die Exportprobleme in Saudi-Arabien bestimmen weiterhin die Schlagzeilen. Nach Drohnenangriffen der Huthi-Miliz ist die Ost-West-Pipeline seit Freitag außer Betrieb. Die rund 1.200 Kilometer lange Leitung war bisher die wichtigste Ausweichroute für die weitgehend blockierte Straße von Hormus. Sie versorgte den Markt mit bis zu fünf Millionen Barrel pro Tag. 

Die Rohölpreise bleiben daher auf einem hohen Niveau. Brent-Rohöl kostet am Morgen um die 108 Dollar je Barrel. Wann die Pipeline den Betrieb wieder aufnehmen kann, ist umstritten. US-Energieminister Wright spricht von wenigen Tagen; Analysten rechnen eher mit mehreren Wochen. 

Die Folgen sind auch in Europa direkt spürbar. Saudi Aramco musste seinen europäischen Kunden melden, dass mehrere Ladungen ausfallen werden. Besonders betroffen ist der polnische Ölkonzern Orlen, der rund 40 Prozent seines Rohöls aus Saudi-Arabien bezieht. 

Die Ölhändler erwarten nun, dass europäische Raffinerien mehr amerikanisches Rohöl kaufen müssen, denn Nordseeöl ist knapp. Die Ölsorte Forties kostete gestern im Spotmarkt knapp 137 Dollar je Barrel und näherte sich damit ihrem Allzeithoch vom April. 

Noch schwieriger ist die Lage bei den Ölprodukten, insbesondere bei Diesel. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass drei der sechs wichtigsten russischen Dieselraffinerien die Produktion nach ukrainischen Drohnenangriffen stark drosseln oder ganz einstellen mussten. Die Terminmarktpreise für Diesel und Gasoil sprangen gestern auf ein neues Allzeithoch.

Entlastung kommt von neuen Lagerdaten aus den USA. Der Branchenverband API meldete einen überraschend starken Lageraufbau im Vergleich zur Vorwoche, vor allem beim Rohöl (+7,1 Mio. Barrel). Die verlässlicheren Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) werden heute Nachmittag veröffentlicht. 

Die Ölbörsen starten am Morgen mit leichten Abschlägen in den neuen Handelstag. Brent-Rohöl kostet aktuell 108,29 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 104,87 US-Dollar je Barrel Preise steigen. ICE-Gasoil wird zu 1.552,00 Dollar je Tonne gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar ist 0,8658 Euro wert Preise stagnieren. Der Euro steht bei 1,1548 Dollar Preise stagnieren. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise kennen in diesem Monat kein Halten. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt aktuell einen landesweiten Durchschnittspreis von über 175 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). Das ist ein neues Jahreshoch. Nur in den Paniktagen kurz nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 war Heizöl für kurze Zeit noch teurer.

Die Heizölpreise kommen aus drei Richtungen gleichzeitig unter Druck: hohe Rohölpreise, noch höhere Preise für Gasoil (Diesel/Heizöl) und eine Kaufpanik im Heizölmarkt.

Die Zahl der Bestellungen ist in dieser Woche sprunghaft gestiegen. Nur im März, kurz nach Beginn des Irankriegs, war sie in diesem Jahr noch höher. Die Kaufbereitschaft, also das Verhältnis zwischen Preisanfragen und Bestellungen, ist ebenfalls hoch. Kein Wunder, denn die tägliche Lesereinschätzung zeigt, dass fast zwei Drittel der Stimmen weiter steigende Preise erwarten.

Im Tankstellenmarkt sieht es nicht viel besser aus. Im politischen Berlin läuten daher die Alarmglocken. Allerdings nur für die Autofahrer. Wie üblich werden die sozial eigentlich wichtigeren Heizölpreise bislang kaum beachtet. 

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Heizölpreise-Chart vom 16. September 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 16. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 16. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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