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Ölpreise auf steilem Aufwärtskurs

von Claudia Lohse

Ölpreise auf steilem Aufwärtskurs

Internationaler Markt

Der Ölmarkt hat mit der neuerlichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran einen deutlichen Risikoaufschlag eingepreist. Brent-Rohöl startet heute bei rund 95 Dollar je Barrel. In der vergangenen Nacht gab es weitere US-Angriffe auf iranische Ziele. Der Iran reagierte mit dem Beschuss von US-Basen in der Region.

Parallel dazu wächst die Gefahr für Öltransporte wieder. Gestern wurden zwei Supertanker mit saudischem Öl auf ihrer Fahrt durch die Straße von Hormus beschossen. Beide waren mit rund zwei Millionen Barrel Rohöl beladen. Erst vor zwei Wochen hatte die staatliche saudische Ölgesellschaft Saudi Aramco die Verladungen an Häfen im Persischen Golf nach mehrwöchiger Pause wieder aufgenommen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Schwierigkeiten auf der Alternativroute über das Rote Meer, wo die Huthi-Miliz die Meerenge von Bab al-Mandab blockiert. Zugleich waren zuletzt wieder mehr Passagen durch die Straße von Hormus möglich.

Nun verschärft sich die Bedrohungslage erneut. Damit dürfte auch der Tankerverkehr durch die wichtige Meerenge wieder zurückgehen. Noch in der vergangenen Woche hatten die Marktteilnehmer auf eine Vereinbarung über eine sichere Regelung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus gehofft. Diese Hoffnung hat nach den jüngsten Angriffen einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Neben Rohöl verteuern sich Gasöl und andere Ölprodukte weiter. Das Angebot am globalen Markt für Ölprodukte wird knapper, entsprechend steigen die Preise. Neben den Exportmengen aus dem Nahen Osten fehlen auch Lieferungen aus Russland, wo der Ausfuhrstopp für Diesel und Benzin anhält. Die ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Energieinfrastruktur haben die Verfügbarkeit im eigenen Land verknappt und zu diesem Schritt geführt. Erst in der Nacht zu Dienstag attackierten Drohnen den für Russland wichtigen Ölhafen Ust-Luga ein weiteres Mal.

Für etwas Entwarnung sorgen heute Morgen Nachrichten aus den USA. Tropensturm Edouard hat die Ölindustrie am Golf von Mexiko verschont. Damit fällt ein weiterer möglicher Preistreiber weg und die Ölpreise geben entsprechend etwas von ihrem hohen Niveau ab.

Das Barrel der US-Rohölsorte WTI (West Texas Intermediate) steht aktuell bei 90,33 Dollar Preise steigen. Brent kostet 94,91 US-Dollar das Barrel Preise steigen. Eine Tonne Gasöl wird zu 1420,00 Dollar gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar kostet heute Morgen 0,8637 Euro Preise steigen. Damit ist der Euro für 1,1575 Dollar zu haben Preise fallen. Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise sind steil gestiegen und ziehen auch heute Morgen weiter an. Der bundesweite Durchschnittspreis bewegt sich in der aktuellen Heizölpreis-Tendenz bei 149,40 Euro je 100 Liter (Standardlieferung 3.000 Liter).

Der wieder aufgeflammte militärische Schlagabtausch im Nahen Osten und die weltweit knappen Raffineriekapazität treiben die Preise. Die Hoffnung vieler Heizölkunden, dass der nahende Herbst bessere Preise bringen würde, erfüllt sich zurzeit nicht. Die Krise am Persischen Golf hält an, und auch die Drohnenangriffe auf russische Energieanlagen gehen weiter.

Die Kaufbereitschaft der Heizölkunden steht auf mittlerem Niveau. Gleichzeitig überwiegt die pessimistische Preiserwartung: In der tagesaktuellen Lesereinschätzung rechnen nur 44 Prozent der Befragten mit sinkenden Preisen.

Orientierungshilfe für alle Unentschlossenen: Wer seinen Tank füllen muss oder möchte, sollte derzeit nicht darauf setzen, dass Heizöl schon bald deutlich billiger wird. Der ideale Kaufzeitpunkt lässt sich aktuell noch schwieriger bestimmen als ohnehin. Eine Möglichkeit ist deshalb, den Bedarf auf mehrere Käufe zu verteilen und zunächst nur einen Teil zu ordern. So bleibt Spielraum, zu einem späteren Zeitpunkt bei günstigeren Preisen nachzukaufen.

Darüber hinaus gilt mehr denn je: Zukunftsfähig werden wir nur, wenn wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln.

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Heizölpreise-Chart vom 02. September 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 02. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 02. September 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

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