Zum Seiteninhalt

Ölpreise ziehen zum Monatsende an. Ölkonzerne melden Rekordgewinne

von Steffen Bukold

Ölpreise ziehen zum Monatsende an. Ölkonzerne melden Rekordgewinne

Internationaler Markt

Die Ölpreise steigen zum Monatsende. Brent-Rohöl kostet am Morgen über 117 Dollar je Barrel. Das liegt nur knapp unter dem Jahreshoch vom April. Auf Monatssicht steht ein Plus von fast 13 Prozent zu Buche. 

Aktuelle Auslöser sind neue Zwischenfälle in der Straße von Hormus und Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien. Nach Angaben der britischen Seesicherheitsbehörde UKMTO wurde ein Tanker in der Meerenge von einem unbekannten Geschoss getroffen. An einem zweiten Schiff brachte ein kleines Boot Sprengsätze am Rumpf an. Gleichzeitig wachsen die Sorgen vor einem neuen US-Angriff auf den Iran. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf stellte gestern klar, dass der Iran bei seinen Bedingungen keine Kompromisse machen werde.

Auch die Huthi-Miliz im Jemen hält den Druck aufrecht. Sie hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen, darunter die Raffinerien Ras Tanura und Rabigh sowie die Aramco-Anlagen in Abqaiq. 

Entlastung kommt dagegen aus Osteuropa. Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf russische Raffinerien nach Medienberichten auf Druck der Trump-Regierung vorerst ausgesetzt. Die Pause soll bis zu den US-Kongresswahlen anhalten. Moskau meldet, dass die Reparaturen an den Raffinerien schnell voranschreiten. Russland verlängert zwar sein offizielles Exportverbot für Diesel bis Jahresende, will aber die Ausfuhrquoten im November auf 2 Mio. Tonnen vervierfachen. Vor allem die USA sollen mit russischem Diesel beliefert werden.

Trotzdem bleiben die Preise hoch. Die Prognosen für eine Rückkehr zu Vorkrisenpreisen werden immer weiter in die Zukunft verschoben. Für viele Staatshaushalte wird es schon jetzt zu teuer. Japan will ab Dezember seine Ölpreissubventionen schrittweise zurückfahren. In der Ölbranche knallen unterdessen die Sektkorken: BP meldet heute einen Quartalsgewinn von 8,5 Mrd. Dollar, fast viermal so viel wie vor einem Jahr. 

Die Ölbörsen starten am Morgen mit Aufschlägen in den letzten Handelstag des Monats. Brent-Rohöl kostet aktuell 117,22 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Die US-Rohölsorte WTI steht bei 103,98 US-Dollar je Barrel Preise steigen. Gasöl wird zu 1.454,00 Dollar je Tonne gehandelt Preise steigen. Der US-Dollar ist 0,8938 Euro wert Preise fallen. Der Euro notiert bei 1,1185 Dollar Preise steigen. Die Pfeile zeigen die Preisveränderungen im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Heizöl bleibt am Morgen über der Marke von 170 Euro. Die Heizölpreis-Tendenz zeigt einen landesweiten Durchschnittspreis von knapp 172 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3.000 Liter). 

Der Heizölmarkt wird nun auch in Berlin immer mehr zum Politikum. Bis Ende November will das Wirtschaftsministerium den Gesetzentwurf für die „Biotreppe“ vorlegen. Sie regelt, wie schnell die Beimischungen von Grünheizöl in den nächsten Jahren steigen müssen. 

Schon vor einigen Wochen sickerte durch, dass es ab 2028 erst einmal bescheiden mit einer Quote von 1 Prozent losgehen soll. Jetzt ist anscheinend auch klar, dass sich die Bewertung der Beimischungen an ihrem Energiegehalt und nicht an der Klimawirkung orientieren soll.

Das bedeutet, dass „Grünheizöl“ wohl fast ausschließlich aus vergleichsweise billigem Biodiesel bestehen wird, denn aus Klimasicht höherwertige Ersatzstoffe wie HVO oder E-Fuels wären teurer bzw. überhaupt nicht verfügbar.

Im Markt für Biodiesel wird es im kommenden Jahrzehnt allerdings eng. Noch gehört Deutschland zu den großen Biodieselexporteuren, aber immer mehr Pflanzenöl wird im Straßenverkehr, im Schiffsverkehr oder auch im Luftverkehr benötigt, um die steigenden gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Biodiesel für den Heizölmarkt wird dann teurer. Für die Verbraucher könnte das bedeuten, dass auch ein Ende der aktuellen Ölpreiskrise auf längere Sicht keine Entwarnung bei den Preisen bedeutet. 

Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Bleiben Sie informiert: Holen Sie sich unsere Heizöl-News in Ihre Google-Suche

So funktioniert's:

  1. Auf den Button „Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen" klickentippen.
  2. Im Google-Fenster „Bevorzugte Quellen" bei esyoil den Haken setzen.
  3. Fertig – esyoil erscheint nun bei passenden Suchen weiter oben.

Sie benötigen ein Google-Konto und müssen angemeldet sein. Die Auswahl können Sie jederzeit in den Google-Sucheinstellungen ändern.

Heizölpreise-Chart vom 30. Oktober 2026

Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 30. Oktober 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.
Deutschlandweite Durchschnittspreise vom 30. Oktober 2026, pro 100 Liter. Preise inkl. MwSt.

Lesen Sie auch: