Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Besser werden sie erstmal nicht

Internationaler Markt
Der Ölmarkt ist entspannt. Die US-Amerikaner halten ihre Börse heute geschlossen, um Martin Luther King zu gedenken. Somit ist nicht zu erwarten, dass die Ölpapiere heute vor Dynamik strotzen. Etwas kraftvoller könnte sich hingegen der US-Dollar präsentieren. In ihm zeigt sich die wachsende Zuversicht zur US-Konjunkturen. Das Gegenteil empfinden Finanzjongleure beim Betrachten der chinesischen Zahlen. Hier bieten sich die Alternativen schwach oder blöd, schwach für die Konjunktur oder blöd für die Finanzszene. Das BIP-Wachstum 2013 betrug 7,7 Prozent. Im Vorjahr war es ein klein wenig höher. Als wachstumseuphorischer Finanzzocker kann man die Leistung schwach finden. Zügellose Wachstumszahlen zum Maß für Wohlstand zu erklären, zeugt aber eher von Blödheit. Offensichtlich ist sie trotz der vielen Jahre im Finanzchaos nicht überwunden. Nun gut, diese Art der Enttäuschung ist für Heizölkäufer allemal akzeptabel, weil sie die Preise flach hält.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Das ist bemerkenswert, da die Vorgaben der Öl- und Dollarnotierungen aufwärts zeigen. Die Erklärung dafür lautet so: Der Binnenmarkt verhindert einen Anstieg. Die von den Ölgesellschaften für den Winter bereitgehaltenen Mengen werden nur ungenügend abgerufen. Nun versucht man sie mit Rabatt loszuwerden. Wer demnächst Heizöl benötigt, sollte das Angebot wahrnehmen. In den kommenden Tagen und Wochen lauern Gefahren, die für teureres Heizöl sorgen können. Konkret sind das derzeit die Dollar- und die Wetterentwicklung. Beide sind reif, um etwas Ungemach in den Heizölmarkt zu bringen. Die längerfristigen Aussichten halten wir aber weiterhin für freundlich. Wer auf sie setzt, braucht Risikobewusstsein, Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen über die Preisentwicklung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute Wachstumsaussichten für die Weltkonjunktur
Diverse kleinere und mittlere Lieferstörungen
Libyen liefert weiterhin kaum Öl
US-Notenbank pumpt weiterhin viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Konjunktur enttäuscht Finanzjongleure
Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung der US-Exporte erwartet
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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