Unseren neuen Kommentar für den 16.11.19 finden Sie hier.


Heizölpreise: Erneuter Preisrutsch

Internationaler Markt

Gestern rutschten die Rohölpreise wieder unter die Marke von 60 Dollar je Barrel. Einmal mehr war es der Handelskrieg zwischen Washington und Peking, der eine Verkaufswelle auslöste. Damit wurde nun auch der aktuelle Ausbruchversuch der Preise nach oben ausgestoppt. Falls die OPEC nicht mit neuen Förderkürzungen gegenhält, war es vielleicht der letzte in diesem Jahr.

Chinesische Regierungsvertreter ließen durchblicken, dass China nun generell nicht mehr zu größeren Zugeständnissen bereit sei. Anscheinend will man dort einfach das Ende der Präsidentschaft von Donald Trump abwarten und nur mit ein paar symbolischen Gesten eine weitere Zuspitzung vermeiden. Mit nationalistischen Durchhalteparolen und Konjunkturspritzen bereitet die KP China die Bevölkerung schon seit Wochen auf diesen Kurs vor.

Für den Ölmarkt könnte das bedeuten, dass die Nachfrage nach Öl in diesem und im nächsten Jahr noch schwächer als bislang erwartet wachsen wird. Die Dauerbelastung der Weltwirtschaft wird zudem die Spekulationslust auf den meisten Finanzmärkten, also auch an den Ölbörsen, eher dämpfen.

Vor diesem Hintergrund wollte gestern kaum jemand auf steigende Ölpreise wetten, zumal erst am Mittwoch ein Anstieg der Lagerbestände in den USA die Laune verdorben hatte.

Kleinere Aufhellungen am düsteren Ölpreishorizont können die Stimmung im Moment nicht drehen. Das Leck an der großen Keystone Pipeline behindert noch immer die Versorgung in den USA. Mittlerweile sollen über 9000 Barrel ausgelaufen sein, die nun den Boden kontaminieren.

Die Ölpreisbullen müssen sich an zwei Strohhalmen festklammern. Der eine ist das OPEC-Kartell ("OPEC+"), das zusätzliche Förderkürzungen beschließen könnte. Im Vorfeld zeigt sich Moskau allerdings skeptisch. Dort setzt man lieber auf eine Krise der amerikanischen Schieferölbranche, die angesichts der niedrigen Ölpreise ihre Investitionen kürzen muss. Der Austritt Ekuadors aus dem Kartell und die innenpolitische Krise im Irak sprechen auch nicht unbedingt für ein entschlossenes Vorgehen.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine rein technische Gegenbewegung. Die Marke von 60 Dollar erwies sich schon mehrmals als Gleichgewichtspreis, zu dem Brent-Rohöl immer wieder zurückkehrt. Sollten die Rohölpreise also noch weiter absacken, könnten schon kleinere Impulse eine Gegenbewegung auslösen.

So reicht heute Morgen schon ein einziger positiver Konjunkturindikator aus China, um den Fall der Ölpreise zumindest für den Moment zu stoppen. Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) steht aktuell bei 55,24 US-Dollar je Barrel . Die Nordseesorte Brent kostet 59,53 US-Dollar je Barrel . Gasöl notiert bei 570,00 Dollar je Tonne . Der US-Dollar ist 0,8952 Euro wert . Damit steht der Euro bei 1,1167 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum gestrigen Handelsauftakt.

Nationaler Markt

Der deutsche Heizölmarkt folgt den internationalen Vorgaben, wie die Heizölpreis-Tendenz zeigt. Die Preise sinken erneut deutlich auf nunmehr unter 64 Euro je 100 Liter für eine Standardlieferung (3000 Liter). Bis zum Jahrestief vom August fehlen jetzt nur noch 2 Euro.

Die Kunden reagieren immer stärker auf die fallenden Preise und ordern. Der Heizölmarkt hat sich merklich belebt. Das könnte so weitergehen, denn das Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Zahl der Käufe und Preisanfragen vergleicht, zeigt sogar eine sehr hohe Kaufbereitschaft.

Der Preisoptimismus bleibt auf Rekordniveau, wie die tagesaktuelle Umfrage zeigt. Demnach erwarten 89% der Kunden weiter nachgebende Heizölpreise.

Die Preischarts sind weniger klar. Auf kurze Sicht stabilisierte sich der nach unten zeigende Preiskanal. Mittel- und langfristig zeigen die Preiskanäle weiterhin nach oben. Aber zumindest in der mittelfristigen Perspektive scheint der Verlauf allmählich in eine Seitwärtsbewegung zu mutieren.

Was tun? Das niedrige Preisniveau ist eine willkommene Kaufgelegenheit für Heizölverbraucher, deren Tankvorräte jetzt zur Neige gehen. Wer noch Spielraum hat, kann sich an der alten Börsenweisheit "The trend is your friend" orientieren. Die Ölpreise könnten noch weiter fallen und zu noch günstieren Heizölpreisen führen. Allerdings wird der Spielraum jetzt immer kleiner. Über kurz oder lang wird eine Gegenbewegung einsetzen.

Wenn Sie die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen wollen, sollten Sie aber in jedem Fall genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Der esyoil e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Doch nichts ist billiger als eingespartes Heizöl: Entwickeln Sie verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen, um Ihre Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.

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Heizölpreise-Chart vom
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