Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Preisrückgang hat Fahrt aufgenommen

Die Gegenreaktion zum Preisanstieg der letzten Wochen nimmt ihren Lauf. Sie als einen charttechnischen Effekt zu erklären, trifft den Kern der Sache vermutlich am besten. Damit ist der dominante Einfluss der Finanzindustrie, die kein Interesse hat, den physischen Ölmarkt zu handeln, gebührend berücksichtigt. Der physische Markt gibt das erreichte Preisniveau nicht her. Aktuell liefert er widersprüchliche Impulse zur Preisbildung. Die Bestandsdaten sind seit einem Jahr streng bärisch. Gleiches gilt für die Rohölproduktion. Die OPEC ist um Einhaltung ihrer restriktiven Quoten bemüht. Sie schafft es aber nicht. Die Missachtung der Quotierung steigt seit Monaten. Über allem steht eine gemessen am Angebot dürftige Nachfrage. Ausgerechnet die für die Preisbildung so wichtige Nachfrage gab gestern einen außerordentlich bullischen Impuls in Form einer Prognose der EIA (Informationsbehörde des US-Energieministeriums). Danach soll der Rohölverbrauch Chinas in diesem Jahr um 10,1 Prozent zulegen. In der letzten Schätzung ging man noch von 4,9 Prozent aus. Für die USA wurde die ohnehin schwache Verbrauchssteigerung leicht reduziert. Für die Welt insgesamt wird eine Zunahme von 1,3 Prozent prognostiziert. Eine gleichlautende Schätzung wurde schon vor Monaten genannt. Der gestrige Preisrückgang lässt sich mit diesen Daten über Ölmarkt nicht in Deckung bringen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: China steigert Ölnachfrage deutlich
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC liefert zuviel Öl
Temperaturen in US-Heizölregionen steigen
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
China vor Zinsanhebung zur Dämpfung der Konjunktur
Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben dank der Vorgaben des Weltmarkts nach. Der Dollar stört den Preisrückgang dieses Mal nicht. Wenn die Preise marktgerecht gebildet werden würden, müsste sie abstürzen. Das ist auf Grund der Einflüsse aus der Finanzindustrie nicht zu erwarten. Der Rückgang wird nicht weit führen. Den jüngsten Anstieg wird er kaum annullieren. Dass er dennoch zu einem Kaufanreiz werden kann, ist vorstellbar. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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