Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Späte Einsicht

Der Abwärtstrend der Ölpreise ist intakt. Daran haben die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten nichts geändert. Der Aufwärtstrend des Dollars ist allerdings ebenfalls intakt. Deshalb spüren Verbraucher den fallenden Ölpreis kaum. Die wesentlichen Markteinflüsse sind stabil. Die Ölversorgung weist große Überschüsse gegenüber der Nachfrage auf. Dessen ungeachtet ist die Finanzindustrie bemüht, den Wert ihrer Ölpapiere und damit den Ölpreis hoch zu halten. Das gelingt ihr nicht mehr. Außer bei der Politik dürfte diese Feststellung kaum Mitleid hervorrufen.

Spekulanten trennen sich nun endlich von ihren bullischen Positionen. Das betrifft sowohl Rohöl- als auch Heizölpapiere. Die Entwicklung verläuft momentan recht rasant. Offensichtlich finden die Fakten aus dem physischen Ölmarkt ihre Adressaten in der Finanzszene. Dieser Umstand ist im letzten Jahr zu einem seltenen Ereignis geworden. Insgesamt ist eine ungewöhnlich geringe Abnahme des Engagements in sogenannte Paperbarrels festzustellen. Das heißt, dass die Spekulation nach wie vor auf hohem Niveau betrieben wird. Sie hat lediglich die Ausrichtung gewechselt. Diese tendiert in Richtung Tiefpreiswette. Es könnte auf einen ähnlichen Fall wie für Griechenland hinauslaufen. Man setzt auf Untergang.

Untergang will die Politik natürlich verhindern. Sie macht sich dabei abermals zum Sklaven der Finanzwelt. Es ist von Hilfsmaßnahmen die Rede, die die Märkte beruhigen sollen. Und wieder wird als Beruhigung der Nichtfinanzwelt von einzuführenden Regeln gesprochen, die spekulatives Missverhalten zukünftig unterbinden sollen. Kommen werden diese Regeln nicht. Es würde viel zu lange dauern, ein gemeinsames Werk zu entwickeln. Bis zu seiner Fertigstellung zöge die Finanzwelt die Politik am Nasenring durch die Manege. Um diese Peinlichkeit zu vermeiden, werden die Mittel zur Beruhigung früher oder später fließen. Was wäre die Alternative? Den Crash zu riskieren und den wirklich Betroffenen, denjenigen die kein Finanzvermögen verlieren werden, sondern denen die nötigen Lebensgrundlagen fehlen, zu helfen. Es ist nicht das Jahr 1929. Es wird nicht das Gleiche wie damals geschehen. Denn die Randbedingungen sind vollkommen andere. Das klingt nach Holzhammermethode. Ja, denn Sklaverei lässt sich üblicherweise nur mit drastischen Methoden beenden.

Aus dem Ölmarkt selbst kommen fast ausnahmslos Meldungen über Angebotssteigerungen. Die Zunahme an weltweiter Raffineriekapazität setzt sich fort. Die Zeiten knapper Kapazitäten, die bullische Preisentwicklungen forcierten, werden unabsehbar lange Vergangenheit sein. Neben Angebotssteigerungen und Quotenüberschreitungen in vielen OPEC-Ländern kommen aus Russland, das nicht der OPEC angehört, Zahlen über eine Zunahme der Förderung, der Verarbeitung und des Ölexports. Im Januar betrug die Steigerung der Förderleistung mehr als drei Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2009 stieg die Förderung um 0,7 Prozent. Der Export legte um über drei Prozent zu. Die Diesel- und Heizölproduktion wuchs um 3,7 bzw. um 8,1 Prozent. Weniger als Angebotssteigerung denn als Nachfragerückgang lassen sich die US-Bestandszahlen der letzten Woche interpretieren. Die Wirkung auf die Versorgung ist prinzipiell gleich.

Heute Morgen geben sich Spekulanten bullisch. Am Ölmarkt kann das nicht liegen und den Abwärtstrend betrifft das noch nicht. Der Trend ist allerdings verwundbar. Die Tonne Gasöl kostet 585 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 74,88 Dollar. Der US-Dollar wird zu 73,15 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise tendieren seitwärts. Ölpreis- und Dollarentwicklung stehen weiterhin in Opposition. Hierzulande wundern sich Verbraucher, die Anfang des letzten Jahres maximal einlagerbare Heizölmengen gekauft haben, über leer gefahrene Tanks. Das scheint den Verbrauchserfahrungen der letzten Jahre zu widersprechen. Es wird meist vergessen, dass die Winter der vergangenen Jahre ungewöhnlich mild waren. Dieser Winter ist hart bis sehr hart. Das betrifft vor allen Dingen die Hauptheizmonate Dezember bis Februar. In diesen drei Monaten fällt unter normalen Bedingungen knapp die Hälfte des jährlichen Heizölverbrauchs an. Wenn die Temperaturen im Durchschnitt zwei Grad höher liegen, reduziert sich der Verbrauch um rund 15 Prozent. Liegen die Temperaturen zwei Grad unter dem Durchschnitt steigt er um gut zehn Prozent. Der Unterschied zwischen einem warmen und diesem kalten Winter läuft auf einen Mehrverbrauch von rund einem Viertel hinaus. Wer das nicht einkalkuliert, sitzt unter Umständen plötzlich im Kalten. Für die Kontrolle des Tankinhalts empfehlen wir den elektronischen Peilstab. Der ist schnell installiert und einfach zu bedienen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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