Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Günstig heizen

China ist der größte Klimaverschmutzer der Welt. Auf den nächsten Plätzen folgen die USA, Russland, Japan und Indien. Dann kommt Deutschland. Hierzulande geht es also recht sauber zu.

Das Bild trügt. Der länderbezogene Ausstoß von Klimagasen ist kaum vergleichbar. Die Länder sind es wegen ihrer unterschiedlichen Größe schließlich auch nicht. Ein Chinese schädigt das Klima genauso stark wie der Weltdurchschnitt. Ein US-Amerikaner macht fast fünfmal soviel Dreck. Ein Deutscher bläst zweimal soviel Abgas in die Luft wie der durchschnittliche Weltbürger. Ein Russe oder ein Niederländer verpestet die Welt stärker als wir. Ein Italiener oder ein Franzose ist sauberer als ein Deutscher.

Das soll sich ändern, sagt die Bundesregierung. Damit hat sie Recht. Der Ausstoß von Klimagasen muss erheblich reduziert werden. Das bedeutet, dass der Verbrauch von fossiler Energie drastisch gesenkt werden muss.

In Deutschland wird mehr als ein Drittel der Endenergie für Raumwärme aufgewendet. Es handelt sich dabei um eine Energieart, die zum größten Teil im Sektor Haushalt eingesetzt wird. Im Haushalt verursacht Raumwärme über drei Viertel des Energiebedarfs. Die Sektoren Haushalt und Verkehr sind die beiden größten Einzelpositionen der deutschen Endenergiebilanz. Wenn man beim Klimaschutz vorankommen will, ist die Senkung des Energieverbrauchs für Raumwärme eine erste Adresse.

Wenn Ihnen das Klima am Herzen liegt und Sie bereit sind, dafür Geld in die Hand zu nehmen, kommt das nächste Problem auf Sie zu. Was sollen Sie tun? Uneigennützige Helfer zur Beantwortung dieser Frage zu finden, ist schwierig. Wenn wir Ihnen zur Erneuerung Ihrer Ölheizung raten, sind wir nicht frei vom Verdacht des Eigennutzes. Wenn wir Ihnen zur Verbesserung Ihrer Hausdämmung raten, ist das aber tatsächlich uneigennützig. Genau diesen Rat stellen wir noch vor die Heizungserneuerung.

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verbraucht in Deutschland rund 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Ein unsaniertes Haus aus den 1950er Jahren „säuft“ sogar 35 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Der größte Wärmeverlust geht über das Dach ins Freie. Eine zeitgemäße Dämmung reduziert die Verluste um über 30 Prozent. Die Außenwände sind der zweitgrößte Verlustbringer. Sie sollten nach dem Dach gedämmt werden. In Summe bringt das eine Einsparung von knapp 60 Prozent. Nun folgen die Fenster. Nach ihrer Erneuerung beträgt die Einsparung gegenüber der Ausgangslage 65 Prozent. Erst jetzt ist die Heizungsanlage fällig. Sie kann kleiner dimensioniert werden als die alte und sie ist effizienter. Damit ergibt sich eine Gesamteinsparung von fast 75 Prozent. Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen wollen, dämmen Sie abschließend den Fußboden zum Erdreich. Damit landen Sie bei einer Verbesserung von über 76 Prozent. Anders ausgedrückt Sie brauchen weniger als ein Viertel der Heizenergie als vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen.

Aus diesen Zusammenhängen kann man folgende Schlussfolgerung ziehen: Nicht die Wahl des Brennstoffs oder der Heizungsanlage bestimmt die Einsparung, sondern der konsequente Schutz vor Wärmeverlusten. Das Topthema ist die Isolierung der Hausteile. Sie kann in mehreren Schritten erfolgen. Als Energieträger für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus ist Heizöl eine sehr gute Wahl, weil eine moderne Ölheizungsanlage mit Brennwerttechnologie erheblich weniger Investitionskosten verlangt als eine Erdwärmepumpe oder eine Holzpelletanlage, um einmal zwei populäre Alternativen zu nennen. Jeder Euro, den Sie nicht in die Heizungsanlage stecken, steht Ihnen für die wichtigere Maßnahme, die Dämmung der Hausteile, zur Verfügung. Die Effizienz einer Ölbrennwertanlage ist in den meisten Fällen übrigens größer als die Primärenergieeffizienz der Wärmepumpe oder der Holzpelletanlage.

So selbstlos, wie sich der Satz „Wenn Ihnen das Klima am Herzen liegt und Sie bereit sind, dafür Geld in die Hand zu nehmen, …“ anhört, ist der Umgang mit dem Thema übrigens nicht. Langfristig wirkt Klimaschutz als Schutz vor steigenden Energiekosten. Denn Klimaschutz bedeutet immer Verbrauchsreduzierung.

Heute sieht es so aus, als sei die Verbrauchsreduzierung keine dringende Aufgabe, jedenfalls nicht für die Kostenreduzierung. Die Ölpreise geben nach. Mit etwas Glück kippen sie in einen kurzfristigen Abwärtstrend. Dass das geschieht, hat viel mit der weltweiten Verbrauchsreduzierung zu tun. Sie ist in diesem Fall nicht Folge einer Planung sondern einer Krise. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 552 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 70,26 Dollar. Der US-Dollar wird zu 67,88 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise fallen und das durchaus deutlich. Sie haben die Steigerungen der letzten Tage in vielen Teilen unserer Republik so gut wie annulliert. Dass das nicht überall der Fall ist, liegt an den eingeschränkten Frachtmöglichkeiten auf vielen Wasserstraßen. Die Pegel sind zu niedrig. Das treibt die Frachtraten in die Höhe. Betroffen sind hauptsächlich die südlichen Regionen. Die weitere Preisentwicklung sehen wir unspektakulär. Im Laufe der nächsten Monate vermuten wir zeitweise tiefere Preise als heute, wobei sich das mittelfristige Durchschnittsniveau kaum verändern dürfte. Daraus ergibt sich folge Empfehlung: Wer dringend Heizöl braucht, sollte mit dem Kauf nicht zögern. Wer Dispositionsspielraum hat, weil ausreichend Heizöl im Tank ist, sollte auf tiefere Preise spekulieren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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