Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizöl: Neue Heizung – besseres Produkt

Heiztechnik

Wir müssen verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln, um zukunftsfähig zu sein. Alle wissen das und viele Menschen tun es, Heizölverbraucher mehr als andere. Sie haben ihren Verbrauch in den letzten 20 Jahren halbiert. Gleiches ist in den nächsten 20 Jahren zu erwarten. Dabei fiel die Anzahl der Ölheizungen nur unwesentlich. Maßgeblich für den Erfolg waren technische Maßnahmen und Verhaltensänderungen. Häuser wurden gedämmt. Neue Heizkessel wurden angeschafft. Sie werden teilweise nur im Winter in Betrieb genommen. Während der Übergangszeiten beheizen viele Heizölhaushalte nur einzelne Räume mit Holzöfen oder Kaminen.

Der Trend zur energetischen Sanierung der Gebäude wird in den kommenden Jahren zunehmen. Bisweilen ist er mit einem Wechsel des Brennstoffs verbunden. Das ist die am wenigsten brauchbare Lösung für die Zukunft. Sie ist teurer als andere Maßnahmen und als solche keine energetische Aufwertung. Diese ist nur durch Steigerung der technischen Effizienz von Gebäude und Heizung sowie durch gezielte Veränderungen im Verhalten zu haben. Dazu zählen Wärmedämmung, Heizungserneuerung, die Außerbetriebnahme einzelner Räume in großen Häusern oder ihre Vermietung. Die Pro-Kopf-Wohnfläche muss wieder sinken.

Mit neuen Heizungen und all den anderen Maßnahmen haben Verbraucher viel Freude, da sie oft bemerkenswerte Einsparungen mit sich bringen. Wo Tankinhalte früher für eine Saison reichten, können es nach der energetischen Sanierung schon mal zwei oder mehr Jahre sein. Das Heizöl im Tank kann nun richtig „alt“ werden.

Technisch ist fast alles perfekt. Moderne Heizkessel sind kleine, sensible Hochleistungsaggregate. Die minimalen Ölmengen, die darin äußerst effizient verbrannt werden, werden zuvor durch immer engere Düsen gepresst, um im Brennraum bis an die Grenzen optimierte Heizölnebelwolken zu bilden. Die Rückstände sind minimal. Das Ergebnis ist optimal. Hin und wieder kann es allerdings zu Problemen mit dem „alt“ gewordenen Heizöl kommen. Es lagert altersbedingt gebildete Partikel und Sedimente in einer engen Düse solange ab, bis die Heizung den Dienst quittiert. Das kann, weil die Düse sehr eng ist, schnell gehen. Dann muss ein Techniker her, der den kleinen Schaden repariert. Das ist ärgerlich.

Um das zu vermeiden, gibt es zwei Möglichkeiten. Verwenden Sie Premium Heizöl. Es hat eine erhöhte Langzeitstabilität. Dadurch wird die Sedimentierung deutlich reduziert. Und tanken Sie eine kleinere Menge, mit der Sie nur durch eine Saison kommen, so wie früher. Dadurch haben sie immer „frisches“ Heizöl im Tank. Vor der Inbetriebnahme eines neuen, hocheffizienten Heizkessels sollten Sie natürlich eine Tankreinigung durchführen lassen, damit ihr Brenner nicht durch eine Altlast verärgert wird.

Die sich häufenden kleinen Probleme haben einige Gerätehersteller in letzter Zeit veranlasst, die Verwendung von Heizöl der Sorte Premium Schwefelarm zu bewerben. Diese Werbung ist keine Geschäftemacherei, sondern ein guter Rat.

Internationaler Markt

Die Nachrichtenlage ist heute so wie gestern. Gleiches gilt für die Ölbörsen. Sie zeigen wenig Bewegung. Die Tonne Gasöl kostet 884,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,82 Dollar und in London zu 106,60 Dollar gehandelt. Für einen Euro erhält man 1,3606 US-Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Die Lage ist mit seitwärts im schwachen Abwärtstrend ordentlich charakterisiert. So war es bereits gestern und so wird es wohl auch morgen sein.

Die aktuellen Preise haben im Binnenmarkt lebhafte Käufe ausgelöst. Die Lieferfähigkeit des Handels ist davon noch nicht berührt. Alles läuft gut. Selbst die kleinen Rabatte in den Preisen existieren noch. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt das entsprechende Käuferverhalten an. Die Preise werden von der Menge als sehr kaufenswert eingeschätzt.

Das mathematische Tiefpreis-System gibt ihnen Recht. Nun zeigen die Kaufdaumen in Deutschland mit Ausnahme von Berlin nach oben. Dort wird heute der Fußballweltmeister angeschaut und nicht für den Winter vorgebaut. Unsere Leser halten die Lage mehrheitlich wieder für verbesserbar. Sie erhöhen ihre Erwartung an eine einträgliche Preisentwicklung leicht. Wer auf tiefere Preise setzt, sollte sich des Risikos einer grenzwertigen Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen.

Die aktuelle Preisbewegung findet im Rahmen der Abwärtstrends statt. Diese sind in den verschiedenen Zeitstufen unterschiedlich steil. Der kurzfristige Trend ist nahe an einer Seitwärtsbewegung. Der längerfristige Trend macht immer noch Hoffnung auf mehr Abgang. Wie gesagt, darauf zu setzen ist eine Risikowette. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen