Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Run auf Öl als Papier

Öl erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten Tagen kam es zu einem Kaufrausch. Dabei wechselten nicht Ölfässer den Besitzer sondern Papierfässer, sogenannte Paperbarrels. Das sind Kontrakte auf Öl. Die Nachfrage nach diesen Papieren trieb den Preis für Nordseeöl Brent auf ein neues Jahreshoch. US-Rohöl WTI (West Texas Intermediate) blieb allerdings hinter seinem letzten Hoch und hinter dem Brentpreis zurück. Diese Tatsache zeigt, dass sich am Markt eine Schieflage entwickelt. Prinzipiell muss WTI teurer sein als Brent, weil es energetisch wertvoller ist. Wenn das mal nicht der Fall ist, signalisiert das einen Überfluss der Ware. Selbst Spekulanten scheinen der Meinung zu sein, dass es zuviel davon gibt. Die OPEC weiß, dass sie zuviel davon auf den Markt bringt. Dessen ungeachtet bleibt die Finanzszene bullisch eingestellt. Sie berauscht sich am Wirtschaftswachstum Chinas von 11,9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres und nimmt diese Zahl als Synonym für den erwarteten Ölbedarf. Der Dollar legte gestern wieder zu. Spekulanten wetten erneut gegen Griechenland.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturoptimismus
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage der OECD-Länder schwach
China muss Geldpolitik straffen
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Sie können nicht anders, weil der Weltmarkt für Öl und für Devisen das so vorgibt. Die Aussichten für die Heizölpreise sind derzeit wenig erfreulich für Verbraucher und für Heizölhändler. Im Gegensatz zu den Vorstellungen vieler Heizölkunden, verdienen ihre Lieferanten bei einem als hoch empfundenen Ölpreis nicht mehr Geld. Im Gegenteil, ihre Geschäfte laufen schlecht, weil die Kunden ausbleiben. Und den höheren Preis für die Ware müssen auch sie bezahlen. Er ist nur ein durchlaufender Posten. Angesichts der festen Lage am Finanzmarkt ist ein nicht absehbar endender Ölpreisanstieg wahrscheinlich. Aussitzen des Kaufs verspricht keinen Gewinn. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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