Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Verband bestätigt

Wenn die Krise ein Berg ist, den es zu meistern gilt, haben wir ihn geschafft. Das zeigt die Entwicklung an den weltweiten Anlagemärkten. Der Aufstieg der Indizes signalisiert eine Stimmung, die die Neuerschaffung der Welt vermuten lässt. Die Euphorie hat etwas von einem Jahrhundertereignis. Und in der Tat erleben einige Auserwählte ein solches Ereignis. Die absurd anmutende Idee, dass man mit Geld immer mehr Geld schaffen kann, ohne mit diesem Geld real zu wirtschaften, geht auf. Was da geschieht, ist beeindruckender als die künstliche Herstellung von Gold. Die war denn auch zu real, um zu funktionieren. Das Gros der Menschheit steht fassungslos im Zuschauerraum und bestaunt das Geldspektakel. Selbst profunde Kenner der Szene sind beeindruckt über die vermeintliche Erfindung des finanziellen Perpetuum Mobiles.

Weil der studierte Mensch gelernt hat, dass ein Perpetuum Mobile, also ein Ding, das einmal in Gang gesetzt ewig Arbeit verrichtet oder Output produziert, nicht funktionieren kann, kritisiert er das Treiben im Finanzzirkus. Wirtschaftsjournalisten, Ökonomen und exponierte Vertreter der Finanz- und Versicherungsbranche lassen ihren Unmut über das Spektakel immer unverhohlener heraus. Einzig die Politik gibt sich bigott. Sie wünscht sich von Herzen, dass das Spiel der Finanzgaukler funktionieren möge. Vor den listig Beraubten hält sie derweil die Fahne der Gerechtigkeit und der gemeinsamen Interessen hoch. Auch ihr Spiel wird funktionieren, wenn sie verkünden kann, dass wir über den Berg sind. Doch aufgepasst, über den Berg zu sein, heißt bergab zu gehen.

Bergab geht es nach Ansicht der OPEC noch lange mit der Ölnachfrage. Erst 2013 wird sie wieder auf dem Niveau des letzten Jahres ankommen. In der weiteren Zukunft wird weniger Öl geordert werden, als bisher prognostiziert wurde. Deshalb wurden die Investitionen der Mitgliedsländer für die kommenden vier Jahre um 30 Prozent reduziert. Ebenfalls zurückhaltend investieren kleinere Mineralölunternehmen außerhalb der OPEC. Sie passen sich den Nachfrageprognosen und der Finanzkrise (welche Krise, möchte man fragen) an. Lediglich die großen Nicht-OPEC-Gesellschaften investieren weiter auf hohem Niveau. Das fällt ihnen angesichts exorbitanter Gewinne in den letzten Jahren leicht. Es geht auch nicht anders, da die Projekte immer komplizierter werden. Zukünftiges Öl muss aus immer entlegeneren „Löchern“ geholt. Diese Tatsache ist der einzige realwirtschaftliche Grund, der den Ölpreis steigen lassen kann. Dem steht allerdings ein historisch hoher Lagervorrat und eine geringe Nachfrage gegenüber. Ein Engpass ist nicht in greifbarer Nähe. Mittlerweile ist hinlänglich bekannt, dass auch der Ölpreis zum Spiel der Finanzgaukler gehört. Insofern sind die Hinweise auf die realwirtschaftlichen Zusammenhänge Informationen für Interessierte. Sie sind aber keinesfalls eine relevante Information für Preisprognosen.

Heute Morgen bekommt die bullische Marktlage einen Dämpfer. Eine zunächst kleine Gegenreaktion nimmt Fahrt aus dem Treiben. Eine nennenswerte Gegenreaktion, die die Rohölpreise unter 65 Dollar zurückführte, wäre vernünftig. Sie ist nicht zwangsläufig nahe liegend, weil die Bullen toben. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 581 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 70,78 Dollar. Der US-Dollar wird zu 69,49 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise steuern auf ein neues Jahreshoch zu. Dennoch sind sie 30 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Eine brauchbare Preisprognose abzuliefern, fällt uns derzeit wegen der spekulativen Irren und Wirren schwer. Brauchbar ist dagegen diese Information: Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. hat in einer Erhebung jüngst festgestellt, dass esyoil bei über 80 von 100 Anfragen günstiger war als der Handel. Das ist eine erfreuliche Bestätigung unserer Preisfeststellung. Sie erfüllt die Anforderung nach einem fairen Kompromiss zwischen Verbrauchern und Heizölhandel (das ist nicht die Mineralölindustrie). Verbraucher sollen sich auf einen günstigen Preis verlassen können. Für den Handel soll dieser aber kein Dumping darstellen. Wir verfolgen nicht das Prinzip der rücksichtslosen Optimierung zu Lasten eines Verlierers. (Das überlassen wir den Finanzgauklern). Dass es immer einen Anbieter gibt, der alle anderen aus welchen Motiven auch immer unterbietet, ist ein ewiges Phänomen der Heizölbranche. Niemand ist gezwungen, jeden Auftrag kostendeckend anzunehmen. Er kann es nur nicht dauerhaft. Insofern kann er nicht verlässlich tiefe Preise anbieten. Das 80/20-Verhältnis zeigt, dass man sich bei esyoil effizient, das heißt ohne langwierigen Vergleich mit anderen Anbietern, günstig eindecken kann. Aufwand sollte man hingegen in die Wahl des richten Kaufzeitpunktes stecken. Der bietet deutlich mehr Einsparpotenzial als das Schachern mit dem Handel. Wer den Aufwand der Zeitpunktsuche scheut, kann sich unsere Automaten zunutze machen. Die gibt es unter Preisalarm.

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